Montag, 24. Januar 2011

Epithel geschlossen

Endlich hat sich das intensive Pflegen gelohnt. Der Chefarzt konnte heute auf ein geschlossenes Epithel blicken. Was für eine Erleichterung!!

Ich bin heute mit Kliniktasche angereist, da ich mit einem stationären Aufenthalt im Falle eines noch offenen Epithels gerechnet habe. Glücklicherweise kann ich sie heute Abend wieder auspacken.

Die Tropftherapie geht bis zur nächsten Vorstellung am Freitag unverändert weiter. Decortin wird ENDLICH von 100mg auf 80mg reduziert.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Immer noch nicht zu

Es wird langsam nervtötend .... aber immerhin wieder "ein wenig besser". Erosio nun kreuzförmig, aber kleiner als am Montag.

Hier ein paar interessante Infos (auf Englisch) zu Epithel-Erosio bzw. Rezidivierende Erosio:

http://en.wikipedia.org/wiki/Recurrent_corneal_erosion

Montag, 17. Januar 2011

Kleiner....

...aber noch nicht geschlossen. Montag morgen 07.30Uhr Erlangen. Die Erosio ist "nur" noch 1,3mmx0,5mm groß und vertikal angeordnet.
Am Mittwoch soll es geschlossen sein, sonst müsse ich evtl. nochmals ein paar Tage stationär bleiben. Eine Kontaktlinse soll dann die Heilung beschleunigen (etwa wieder eine Illig-Schale mit Amnion-Membran -> Siehe Blog-Eintrag vom 19.12.2008 ?).
Vorerst sieht es jedoch besser aus und ich habe wieder ein wenig Hoffnung.

Therapie: Tabletten unverändert; Tropfen: unverändert bis auf TFT -> 2x/Tag.

Freitag, 14. Januar 2011

Schon wieder Erosio

Das Auge bzw. das Epithel hat die Kortison-Augentropfen wohl nicht vertragen. Das Epithel ist wieder 1,5mm x 1mm geöffnet.
Am Wochenende soll deshalb wieder ein geschlossener Verband das Auge schützen. Langsam aber sicher wird es mit der Geduld schwierig. Vor allem die Nebenwirkungen vom Kortison (weiterhin 100mg/Tag) sind so schlimm.

Therapie:
3x Floxal EDO
3x Eigenserum
3x HyloCare
3x TFT
2x Ciclosporin

Dienstag, 11. Januar 2011

Stabil

Die Oberfläche ist auch bei der Untersuchung durch den Professor geschlossen - wenn auch relativ rau. Die Spuren des Herpes (Dentrit) sind kaum mehr zu sehen - ebenso wenig die Khodadoust-Linie der Abstoßungsreaktion. Der Chefarzt ist auch mit der reizfreien Vorderkammer zufrieden und ordnet das Tropfen eines Kortison-Augentropfens täglich zur ansonsten unveränderten Therapie an. Damit soll das noch bestehende Ödem und die stärker gewordenen Blutgefäße zurückgedrängt werden.

Die rel. hohe Medikamentendosis (100mg Decortin/Tag) soll zumindest bis Freitag beibehalten werden.

Mein Auge hat die ersten Kortisontropfen (Montag und Dienstag) gut vertragen.

Am Freitag ist wieder Kontrolle in Erlangen.

Freitag, 7. Januar 2011

Endlich geschlossen

Bei der Untersuchung heute früh konnten nur noch nicht mehr messbare "Pünktchen" festgestellt werden, die den Farbstoff angenommen haben. Die Oberfläche ist praktisch geschlossen. Jetzt muss erstmal wieder Stabilität her. Somit soll fleißig weitergepflegt werden.

An Kortison-Augentropfen ist erstmal nicht zu denken. Das Epithel soll sich bis Montag erstmal erholen und regenerieren.

Am Montag sieht mich der Chefarzt nach seinem Weihnachtsurlaub wieder. Hoffentlich kann bei geschlossenem Epithel die Tablettengabe reduziert und das benötigte Kortison ins Auge getropft werden.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Es tut sich was

Montag, 03.01.2011 Erlangen:
Die Erosio nimmt eine andre Form an und ist nun leicht länglich (vertikal) in Richtung des Dentrits (Herpes).

Dienstag, 04.01.2011 Augenärztin:
Die Öffnung des Epithels hat sich wieder verändert. 2,7 x 1,0mm und noch immer in Richtung Dentrit. Es scheint sich zu schließen. Jedenfalls "tut sich was". Leichter Optimismus.

Mittwoch, 05.01.2011 Erlangen:
Heute "nur" noch 2,1 x 1,0mm. Der Herpes ist kaum mehr sichtbar. Eigenserum soll intensiver getropft werden. Ansonsten bleibt die Therapie gleich.

Donnerstag, 06.01.2011 zu Hause:
Es fühlt sich an, als ob das Epithel geschlossen ist. Hoffentlich bewahrheitet sich die Annahme morgen früh bei der Untersuchung bei meiner Augenärztin. Die Tabletten-Therapie (Kortison, Ciclosporin, Aciclovir) macht mich körperlich langsam fertig. Seit ca. 1 Monat muss ich nun die starken Medikamente schlucken. Die Nebenwirkungen (Magen- und Nierenschmerzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Unruhe)jedenfalls sind heftig.

Montag, 3. Januar 2011

Geschlossen / offen

Im Folgenden werde ich aufgrund der vielen Untersuchungen und Probleme nur stichpunktartig berichten.

25.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Bei absolutem Schneechaos nach Erlangen gefahren. Das Epithel ist geschlossen. Die Therapie wird beibehalten. Die Weihnachtsgans schmeckt heute bestimmt!!

26.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Das Epithel ist punktförmig geöffnet. Eigentlich nicht schlimm. Weiterhin geschlossener Verband. Therapie unverändert.

28.12.2o1o Kontroll-Untersuchung bei meiner Augenärztin: Das Epithel ist wieder weiter offen. Den offensichtlichen Herpes(Dentrit) soll ich mit Viropos Augensalbe behandeln. Leider ist diese Salbe Epitheltoxisch, d.h. die Gefahr einer größeren Erosio besteht.

29.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Das Epithel ist nun rel. weit geöffnet (2,5 x 2,5mm). Viropos soll nicht mehr genommen werden. Laut Ärzten handelt es sich nicht um Herpes. Die angesprochene Figur wird von den Ärzten wohl schon länger beobachtet.

31.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Epithel immer noch offen. Ca. 2,1mm x 1,9mm. Die bisherige Antibiotika-Therapie wird auf Floxal EDO umgestellt, um dem Epithel etwas Entspannung zu bieten.

01.01.2011 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Epithel unverändert. Tolle Sache, an Neujahr um 08:00Uhr in Erlangen sein zu müssen :-(

03.01.2011 Kontroll-Untersuchung in Erlangen:: Epithel-Defekt etwas kleiner. "Nur" noch 1,7 x 1,7mm. Das Auge ist weiterhin reizfrei. Der schon am 31.12.2010 vermutete Herpes (Dentritica) wird nun mit Triflumann AT bekämpft. Ansonsten bleibt die Therapie unverändert. Ich möchte nun auch ein paar Tage auf einen geschlossenen Verband verzichten. Nach fast 2 Wochen tut das richtig gut.

Freitag, 24. Dezember 2010

Fronturlaub

Visite am Morgen: Das Epithel ist immer noch ein wenig offen aber der Gesamtzustand des Auges wieder besser. Von gestern auf heute hat es sich wiederum verbessert. Der Professor lässt mich aufgrund des stabilen Befundes Weihnachten zu Hause feiern. Der geschlossene Verband sowie die Therapie müssen natürlich beibehalten werden. Morgen um 09:00 Uhr früh soll ich bei der Visite anwesend sein (der Professor, der mich gestern angeschaut hat wird mich dann untersuchen). Dann entscheidet sich, ob ich weiter stationär bleiben muss (wenn das Epithel noch offen ist) oder Weihnachten komplett zu Hause feiern darf. Derzeit sieht es nach Weihnachten in den eigenen vier Wänden aus.
Auch wenn das Epithel geschlossen ist, sollen bis Montag keine Kortison-Augentropfen getropft werden, um die Stabilität des Epithels nicht zu gefährden.


Therapie: Decortin 100mg/Tag, Cyclosporin 2x 150mg/Tag, Cyclosporin AT 3x/Tag, Eigenserum und Antibiotika unverändert

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Geburtstag

Wer feiert schon gerne seinen Geburtstag in einer Klinik? Ich jedenfalls nicht. Dazu kommt noch, dass ich der letzte Patient auf der A61 (die sich wegen Umbaumaßnahmen im 2. OG) befindet) umziehen muss. Im 2. Stock soll auch gebaut werden und ich werde in die A62 - meine "Lieblingsstation" verfrachtet. Ein Einzelzimmer mit 2 Betten. Also ein Zimmer mit Doppelbett. Ganz toll. Glücklicherweise bin ich alleine, da die allgemeine Belegung der Klinik in der Weihnachtszeit sehr dünn ist.


Weihnachten......in der Klinik? Lieber nicht. Bei der morgendlichen Visite spricht der Professor die Möglichkeit an, dass ich am 24.12. zum hl. Abend die Klinik verlassen darf, sofern das Auge stabil bleibt. Ob es dann am 25.12. ambulant oder stationär weitergeht, wird kurzfristig, also am 24. entschieden. Der Chefarzt jedenfalls ist vom 25.-27.12. nicht im Land. Ein Vertretungs-Professor hat mich deshalb heute auch angeschaut, um einen Vergleich ziehen zu können, wenn er mich an den Feiertagen untersuchen wird.


Dem Auge selbst geht es heute rel. gut. Der Reizzustand hat weiter abgenommen und die Khodadoust-Linie ist wieder kaum noch zu erkennen. Auch die Zellenzahl in der Vorderkammer hat sich merklich reduziert. Die hohe Kortisondosis trägt hier wohl ihren Teil dazu bei, Das Epithel ist nur noch 0.8x1.0mm geöffnet. Wenn es ganz geschlossen ist, wird vorsichtig mit Kortison-AT begonnen, um den Reizzustand weiter zu reduzieren.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Erste Erfolge

Sowohl gestern, als auch heute hat sich das Epithel weiter geschlossen. Der Reizzustand in der Vorderkammer hat sich ebenfalls reduziert. Die Therapie schlägt an und die größte Gefahr - der Verlust des Transplantats ist wohl gebannt. Die Tatsache, dass der Heilungsprozess bei geschlossenem Verband schneller von statten geht, beschert mir ein dauerhaft zugeklebtes Auge. Was soll's...

Montag, 20. Dezember 2010

Infiltrat - Sofort in die Klinik

Bei der Untersuchung wurde ein Infiltrat beim ürsprünglichen Ödem bei 1-2 Uhr festgestellt. Zudem sprießen von oben Gefäße ein und um Allem noch die Krone aufzusetzen, ist das Epithel tatsächlich über dem Infiltrat geöffnet. Für das Transplantat, das eigentlich dringend Kortison-Augentropfen benötigt, sieht es kritisch aus. Wieder einmal ein Fall für Erlangen. Ein stationärer Aufenthalt ist unvermeidlich - und das in der Weihnachtszeit. Sch...


Noch am gleichen Morgen bin ich Dank der Unterstützung meiner Familie beim Professor "an der Lampe". Es gilt nun vorerst die Erosion, also den Epitheldefekt in den Griff zu bekommen und mit systemischen, hohen Kortisondosen die Abstoßung wieder in den Griff zu bekommen. In der Vorderkammer sind viele Zellen zu sehen, die auf einen starken Reiz des Auges hindeuten.


Therapie: 125mg Decortin, 150mg Cyclosporin (Immunsupressiva), 2x800mg Aciclovir, 5x täglich Eigenserum, 2 Stündlich HyloCare, Antibiotika-AT (Cefazolin-AT, Tobramycin-AT) im halbstündlichen Wechsel.

Samstag, 18. Dezember 2010

Schmerzen über Nacht

Noch am Donnerstag bei der Kontrolluntersuchung in Erlangen war alles positiv. Die Abstoßungsreaktion konnte weiter zurückgedrängt werden. Die Kortisondosis wurde auf 60mg/Tag Decortin sowie 2-stündlich Inflanefran Augentropfen reduziert.
Am Samstag Morgen plötzlich ziehende Schmerzen. Die Hornhaut ist rel. stark getrübt und im Spiegel ist an der Stelle des Ödems eine kreisrunde "Blase" zu sehen.Meine Augenärztin rät, die Kortisondosis wieder auf 80mg zu erhöhen und Hornhautpflege zu betreiben. Im weiteren Verlauf stellten sich Schmerzen, wie bei einem offenen Epithel ein. Also über dem Auge zum Kopf hin ziehend.
Daraufhin habe ich die Kortison-Augentropfen abgesetzt, da Kortison bei offenem Epithel zum einschmelzen der Hornhaut führen kann. Aus Angst, es könnte sich noch um einen Herpes handeln, habe ich zusätzlich 2x800mg Aciclovir eingenommen. Am Montag soll ich früh sofort zur Untersuchung kommen. Was ist jetzt bloß los?

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ödem am Morgen

Die Präzipitate, also die Ablagerungen am Endothel, haben sich fast völlig aufgelöst. Gestern Abend war auch das Ödem (Aufschwemmung der Hornhaut durch nicht abgepumptes Zellwasser) fast vollständig verschwunden. So könnte meineÄrztin die beschriebene Khodadoust-Linie wieder sehen (gestern früh war sie offensichtlich durch das Ödem verdeckt)

Leider ist dies Morgens nicht der Fall. Hier merke ich noch deutlich, dass das Endothel bei 3 Uhr (noch) nicht richtig arbeitet. Die Hornhaut ist an dieser Stelle trüb und es dauert bis Mittag, bis es aufklart. Leichte Schmerzen inklusive.
Hoffentlich ist die Diagnose morgen in Erlangen positiver Art und es geht (wenn auch sehr langsam) weiter aufwärts. Rein gefühlsmäßig stagniert es eher.

Therapie derzeit: Stündlich Inflanefran Forte AT, 60mg Decortin.

Freitag, 10. Dezember 2010

Khodadoust Linie

Untersuchung am Freitag in Erlangen.
Es scheint sich langsam zu stabilisieren und die Abstoßungsreaktion ist wohl weiterhin im Griff. Am Wochenende soll ich noch jeweils 100mg Decortin/Tag einnehmen. Ab Montag dann 80mg/Tag.

Bei der Untersuchung am Montag konnte meine Augenärztin die sog. Khodadoust-Linie kaum noch erkennen. Allerdings war die Hornhaut etwas geschwollen. Ein Zeichen, dass das Epithel einen leichten Defekt hat und derzeit ihrer Pumpfunktion nicht einwandfrei nachkommt. Somit verbleibt früh vermehrt Wasser in der Hornhaut.

Auszug aus:
Antrittsvorlesung am 22.02.1999 zum Abschluß des Habilitationsverfahrens
von OA PD Dr. med. Berthold Seitz
Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg

http://www.onjoph.com/english/artikel/hhtrans-body.html

Khodadoust Linie:
"Sie besteht aus diesen kleinen braunen Pünktchen, das sind Anhäufungen von zytotoxischen T-Lymphozyten. Diese Linie wandert, wenn sie nicht rechtzeitig mit lokalen und systemischen Steroiden hochdosiert behandelt wird, von einem Transplantatrand zum gegenüberliegenden und hinterläßt dabei ein steppenbrandartiges Areal der Verwüstung des Endothels mit entsprechender Hornhaut-Dekompensation, weil diese nicht mehr aktiv freigepumpt werden kann. Wenn wir aber rechtzeitig mit lokalen und systemischen Kortikosteroiden einsteigen, läßt sich dieser Befund in 70 - 80 % reversibel gestalten."

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Abstoßung wahrscheinlich im Griff

Die Therapie schlägt an und die Trübung hat sich gleich am Tag darauf, also am Mittwoch, schon reduziert.
Das halbstündliche Tropfen erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Eine Erinnerungsfunktion im Handy hilft dabei.

Auch heute war wieder eine deutliche Besserung zu Mittwoch zu erkennen. Das macht Hoffnung, dass diese Abstoßungsreaktion in den Griff zu bekommen ist. Die rel. hohe Kortison-Dosis macht sich in Unruhe, Nervosität und Angespanntheit bemerkbar.

Morgen muss ich in Erlangen vorstellig werden. Man kann gespannt sein.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Abstoßungs-Reaktion !

Montag Morgen beim Augenarzt: Dem rechten Auge geht es prima. Aber das Linke! Ich habe am Wochenende bereits im Bereich 2 Uhr ein wenig diffus gesehen, mir aber keine großen Sorgen gemacht. nun die Diagnose: beginnende Abstoßung der Hornhaut! Ich bin am Boden zerstört.
Seit ca. 6 Monaten habe ich eigenmächtig Cellsept, also die Immunsupression abgesetzt, da mir eine Dauertherapie zu riskant ist (erhöhtes Tumor-Risiko). Jetzt habe ich die Quittung, die ich damals bereit war zu bekommen.
Meine Augenärztin verordnet Dexa EDO Augentropfen stündlich. Zudem muss ich schnellstens in Erlangen vorstellig werden. Da aber Nikolaustag war und ich meinen Kindern diesen Tag nicht vermiesen wollte, habe ich mich für heute, Dienstag Morgen beim Professor angemeldet.

Auf einen stationären Aufenthalt war ich durch die Aussage meiner Ärztin vorbereitet.

Der Professor bestätigt die beginnende Abstoßungsreaktion und ordnet eine Therapie mit Steroiden an, die diese Reaktion aufhalten und Rückgängig machen soll. Glücklicherweise soll alles ambulant stattfinden und ich kann meine Tasche wieder mit nach Hause nehmen. Eine Kontrolle die folgenden 2 Tage bei meiner Ärztin und am Freitag in Erlangen sind jedoch Pflicht.

Therapie: Heute 150mg Decortin, Inflanefran Augentropfen halbstündl. Hydrocortison Augesalbe zur Nacht. Morgen 125mg Decortin, Übermorgen und am Freitag 100mg Decortin. Tropftherapie gleichbleibend bis Freitag.

Jetzt beleibt abzuwarten, ob die Therapie anschlägt. Weitere Infos folgen

Freitag, 26. November 2010

Farbe im Auge

Das Spersacarpin wirkt. Die Pupille bewegt sich und wird wieder klein. Ein positives Zeichen. Leider weitet sich die Pupille wieder, wenn die Wirkung vom Pilocarpin wieder nachlässt.

Aufgrund der Tatsache, dass ich mit dem rechten Auge alles in einem Gelb-Grün-Stich sehe und dies nicht nachlässt, war ich mehrmals bei der Untersuchung. Leider kann es sich meine Augenärztin nicht erklären, da ja mit dem Laser gearbeitet wurde und keine Medikamente ins Auge eingebracht wurden. Sie selbst sieht an der Spaltlampe eine Verfärbung in der Vorderkammer. Somit kann es wohl nicht am Sehnerv liegen. Wenigstens etwas...

Um mehr Klarheit (im wahrsten Sinne) zu schaffen, war ich heute beim Professor in Erlangen vorstellig.

Zum Thema Pupille: Nach dem Laser-Eingriff muss sich alles weiter beruhigen. So brauchen Zilliarmuskel sowie die Nerven noch zeit bis zur vollständigen Regeneration. Spersacarpin Augentropfen zum Bewegen der Iris soll regelmäßig getropft werden.

Die Färbung, die auch der Professor sehen kann, macht ihn auch stutzig. Eine Erklärung für dieses Phänomen ist, dass der Farbstoff (Fluoreszin) zum Anfärben beim Augendruckmessen in das Auge diffundiert ist. Eine sehr ungewöhnliche Sache. Da durch das Lasern der Stoffwechsel im Auge langsamer "als normal" abläuft, kann eine Resorbtion durchaus länger dauern. Dem Auge geht es ansonsten sehr gut und es ist weiter nichts ungewöhnliches festzustellen. Der Druck bewegst sich in der letzten Woche zwischen 7 und 12mmHg. Heute war er bei 10mmHg - also perfekt.

Montag, 22. November 2010

Die Pupille

Noch 1 Woche nach dem letzten Tropfen Zyklolat ist die Pupille sehr weit. Langsam werde ich unruhig. Man spricht immer von 3-5 Tagen. Auch aus eigener Erfahrung ist dann die Pupille wieder "normal".
Ein weiteres Phänomen: ich sehe alles in einem grün-gelb-Stich. Bei allen Untersuchungen in der letzten Woche wurde immer ein gesundes Auge attestiert. Es sind also Netzhaut, Adernhaut, (Kunst-)Linse und Hornhaut (Transplantat) unauffällig. Nach Rücksprache mit Erlangen könnte die Färbung durch eine Streuung der Transplantatränder in die weit geöffnete Pupille hervorgerufen werden. mit Spersacarpin Augentropfen soll nun die Pupille "aufgefordert" werden, wieder in den Normalzustand zurück zu kehren.

Hoffentlich normalisiert sich alles wieder. Der Druck jedenfalls war heute bei 7mmHg.

Montag, 15. November 2010

Letzte Tage und Entlassung

Der Druck blieb glücklicherweise konstant bei 14 mmHG. Die Ärzte wollten mich jedoch weiterhin beobachten und abwarten, bis keine Zellen mehr in der Vorderkammer zu sehen sind. Also musste ich mich wieder in Geduld üben.

Von Samstag auf Sonntag dann wieder ein kleiner Schock - Schmerzen. Ich überlegte, ob ich den "Nacht-Doc" bemühen sollte oder lieber abwarten. Um 6 Uhr morgens bat ich dann die Schwester darum, den diensthabenden Art kommen zu lassen. Bei der Untersuchung wurden jedoch keine Auffälligkeiten entdeckt und der Schmerz als "Heilungsschmerz" bei der Vernarbung im Zilliarkörper als "völlig normal" erklärt. Es war jedoch seltsam, dass nach 2 schmerzfreien Tagen wieder so heftige Schmerzen auftraten.

Am Montag Morgen dann die gute Nachricht vom Professor: Heimreise erlaubt. Das Auge ist entzündungsfrei und ich könne nun unter ambulanter Beobachtung fortfahren. Therapie zur Entlassung: 1x tägl. Dexa EDO, 2x tägl. Cyclosporin A Augentropfen und 5x tägl. HyloCare. Die Pupille ist durch Zyklolat AT noch recht weit. Somit ist die Sicht noch ziemlich schlecht.

Donnerstag, 11. November 2010

Live aus der Augenklinik

Ich sitze hier im Zimmer 4 und warte....auf Besserung. Glücklicherweise kann ich wieder so viel sehen, dass ich mit dem Netbook einen kleinen Bericht schreiben kann.

Aber von vorne:
Ich habe einen Anruf erhalten, dass ich schon einen Tag früher kommen könne, also am Dienstag. Dieses Angebot habe ich dankend angenommen. Alle Vorbereitungen fanden also schon am 09.11. statt. Die OP soll unter einer "kleinen" Vollnarkose stattfinden - einer sog. Maskennarkose, da die OP nur wenige Minuten dauere. Da die OP sehr schmerzhaft sei, habe ich der Vollnarkose zugestimmt.

Am Vorabend war der Augeninnendruck nochmals extrem auf 42mmHg angestiegen. Es wurde also Zeit für die OP!

Am 10.11. war ich um 07.30Uhr gleich der erste Patient für den OP. Wenn man den Blog und somit "meine Geschichte" kennt, ist es klar -> fast Routine. Der Puls bleibt ruhig bei 85 und der Blutdruck bei 130:80. Erst im OP-Saal werde ich zuerst mit Opiaten "high" gemacht und anschliessend ins Land der Träume befördert.

Die Narkose habe ich gut vertragen. Auch Am Auge fühlt sich alles gut an. Da ich offensichtlich auf das fluoreszierende Mittel zur Augeninnendruckmessung allergisch reagiere, waren meine Lidränder extrem entzündet und nässten. So bekam ich intraoperativ einmalig 250mg Kortison in die Vene. Der restliche Tag bestand aus Ausruhen..

Noch am selben Abend die erste Druckmessung: 17mmHG !! Unglaublich. Die Therapie hat schon Erfolg gezeigt. Am 11.11. morgens war der Professor auch sehr zufrieden. Der Druck bleibt stabil. Als Konsequenz zum Lasereingriff haben sich Entzündungszellen in der Vorderkammer gebildet - Fibrin. Jetzt muss die Pupille weit getropft werden, damit es mit dem eiweißhaltigen Fibrin zu keiner Verklebung kommt und dadurch die Funktion der Iris gestört wird. Die gelaserten Stellen müssen nu vernarben, gleichzeitig soll Cortison ins Auge. Eine Gratwanderung , da Kortison die Narbenbildung hemmt. Wir beginnen mit 3x täglich Dexa EDO.

Am Abend hat sich das Fibrin schon deutlich reduziert und die Hornhaut ist auch wieder klar. Der Druck stabil bei 17 - trotz Kortison-Augentropfen!! Wenn am Freitag alles stabil bleibt und das Fibrin verschwunden ist, werde ich Samstag entlassen.

Fortsetzung folgt


Montag, 8. November 2010

Zyklophotokoagulation

Am 02.11. hatte ich einen Termin zur Untersuchung beim Chefarzt.

Zuerst zum linken Auge: dem geht es hervorragend. Die Hornhaut ist klar und stabil. Der tägliche Tropfen Dexa EDO tut ihm richtig gut!

Das rechte Auge: gemessener Druck: 36mmHg - also viel zu hoch. Es wird vereinbart, baldmöglichst einen stationären Aufenthalt zu planen, um mittels
Zyklophotokoagulation (veröden des Ziliarkörpers mit einem Laser) den Druck langfristig zu senken.

Ich bekomme einen Termin für den 10.11.2010 (OP einen Tag später)

In der Woche vor der OP hat sich der Augeninnendruck glücklicherweise reduziert - allerdings unter maximaler Medikamentengabe. Die OP bleibt nach wie vor notwendig.

Berichte vom Klinikaufenthalt folgen (vielleicht sogar direkt aus der Klinik).

Samstag, 30. Oktober 2010

Das rechte Auge - Druckprobleme

Lange Zeit war es relativ ruhig um meine Augen. In den letzten Wochen jedoch schien der Augeninnendruck beim rechten Auge immer zu hoch zu sein. Mein bester Indikator hierfür ist die Tatsache, dass am Morgen die Hornhaut aufgeschwemmt und somit trüb ist.

Eine Untersuchung ergab: Druck 30mmHg - also etwa 3-Fach erhöht. Eine Therapie mit Combigan und half hier leider nicht. Erst das Tropfen von Trusopt S Augentropfen hat den Druck wieder auf ein normales Niveau von 12-13mmHg gebracht.

Im weiteren Verlauf konnte jedoch auch diese Therapie die Hörnhaut morgens nicht mehr zum Aufklaren bewegen. Also Therapieumstellung auf Brimo Ophtal und Cosopt Augentropfen. Auch hier blieb der langfristige Erfolg aus. Der Druck stieg immer weiter und verursachte neben Sehstörungen auch starke Kopfschmerzen, Schließlich wurde sogar ein Druck von 44mmHg gemessen. Ein so hoher Augeninnendruck ist gefährlich für den Sehnerv und dieses Risiko will ich logischerweise nicht eingehen. Die Therapie wird ausgeweitet und ich bekommen Diamox Tabletten zur Drucksenkung. Leichte Besserung.

Da die komplette Therapie aber nicht den gewünschten Erfolg verspricht, ist es ein Fall für die Augenklinik Erlangen.


Wenn der Druck mit Medikamenten nicht zu senken ist, gibt es chirurgische Methoden wie:
- klick hier für mehr Infos

Freitag, 25. Juni 2010

Ruhiger Verlauf

Seit Langem einmal wieder ein Eintrag in den Blog. Eigentlich ist es als gutes Zeichen anzusehen, wenn ich längere Zeit nicht schreibe. Nichtsdestotrotz möchte ich mich wieder einmal melden und über den Verlauf in den letzten Wochen berichten:

Noch Anfang Juni hatte ich große Probleme mit meinen Lidrändern. Dies ist wie in jedem Jahr wohl auf meine Allergie auf Pollen zurück zu führen. Es war so extrem schlimm, dass ich meine Kortison-Dosis erhöhen musste. Zeitweise sogar auf 20mg Decortin/Tag. Zudem Antihistamin-Tabletten (Aerius).

Glücklicherweise hat sich alles in den folgenden Wochen beruhigt.

Zwischenzeitlich hat sich sogar der Herpes am linken Auge wieder bemerkbar gemacht, sodass auch die Aciclovir-Dosis auf 3x800mg/Tag erhöht wurde. Zudem gab's Virgan Augengel ins Auge. Auch hier kann ich berichten, dass sich alles wieder beruhigt hat und der Herpes mit 2x400mg Acic im Zaum gehalten werden kann.

Um die Hornhaut wieder ein wenig zu regenerieren tropfe ich nun 3x/Tag Dexa EDO (Kortison) Augentropfen bei intensiver Hornhautpflege (wie immer) mit HyloCare.

Alles in allem ein Zustand, der sich ertragen lässt. Die Decortin-Dosis wird nun wieder auf 10mg reduziert und abgesetzt. Schließlich sind die Nebenwirkungen, gerade beim Körpergewicht, nicht zu vernachlässigen.

Freitag, 7. Mai 2010

2000

Vor ca. 10 Monaten habe ich den Besucherzähler hinzugefügt. Seitdem haben über 2.000 Besucher auf diesen Blog geklickt.

Ich freue mich über das große Interesse und würde mich noch mehr freuen, wenn mehr Besucher Kommentare schreiben würden.

Es interessiert mich:
- wie sind Sie auf meine Seite gestoßen?
- helfen meine Ausführungen und Tipps einigen "Leidensgenossen"?
- gibt es regelmäßige Blog-Leser?
- soll ich weiter schreiben?

Bitte um viele Antworten

Mittwoch, 24. März 2010

Geschlossen

Bereits bei der Kontrolle am darauffolgenden Samstag, also 2 Tage später, ist das Epithel bereits wieder geschlossen. Lediglich ein paar kleine Verästelungen der Dendritica sind noch zu sehen. Ich muss also fleißig weiter mit HyloCare-Augentropfen pflegen.

Das Auge stabilisiert sich täglich und das Sehen wird auch LANGSAM besser. Die Verästelungen sind bei der Untersuchung am letzten Freitag, also ca. 1 Woche später, verschwunden. Leider ist bis zum heutigen Tag kein klares Sehen mit dem linken Auge möglich. Die Heilung bzw. Regeneration des Epithels dauert recht lange. Hoffentlich wird es wieder klar... So jedenfalls bringt mir die teuerste Brille leider nichts.

Donnerstag, 11. März 2010

Wieder Dendritica

Das Sehen mit dem linken Auge wurde in den letzten Tagen immer ein wenig schlechter. Vermutlich setzt sich der Nachstar schon durch.

Um Gewissheit zu bekommen, lasse ich mich in Erlangen untersuchen. Da dann die Überraschung: Eine Dendritica ! Vermutet wird, dass sich der Herpes wieder durchgesetzt hat (trotz Aciclovir Dauertherapie). Ein Magen-Darm-Infekt könnte die Resorbtion des Medikaments geschwächt oder verhindert haben.

Vor Ort wird noch eine Epithel-Abrasio (Gewebeprobe) mit einem sog. Hockeymesser durchgeführt, die zur Analyse eingeschickt wird. Ende nächster Woche weiss ich dann, ob es sich um einen Virus handelte oder um einen "normalen" Epitheldefekt.

Bei der Abrasio wurde die komplette Dendritica entfernt. Somit ist eine Epithelöffnung von ca. 2,5x3,5mm entstanden, die wieder "zugepflegt" werden muss.

Therapie:
Aciclovir: 5x800mg
Zoliparin Augensalbe 5x/Tag
Floxal EDO (Antibiotika-Augentropfen) 2x/Tag
Hylo-Care 2-stündlich



Freitag, 5. Februar 2010

Erlangen und der Nachstar

Seit langem war ich heute wieder in Erlangen zur Routineuntersuchung vorstellig. Um's kurz zu machen: Linsen und Hornhäute sind glasklar und beiden Augen geht es perfekt. Lediglich ein wenig Rötung durch eine aktuelle Erkältung und meine kleinen Lidrand-Probleme sind "bemängelt" worden.

Hoffen wir, dass diese stabile Situation lange anhält.

Ich nutzte den Besuch außerdem um herauszufinden, wie in meinem Fall mit dem sogenannten Nachstar (Kapselfibrose) umgegangen wird. Sollte der Nachstar bei mir auftreten, wird erst bei einem Visus von ca. 50% gelasert. Da meine Augen sehr sensibel und dadurch das Risiko für Nebenwirkungen erhöht ist, muss der optimale Zeitpunkt gewählt werden. Ich bin zuversichtlich, dass, falls es zum Nachstar kommen sollte, die Ärzte der Augenklinik Erlangen wieder einmal die bestmögliche Behandlung für meine Augen anwenden werden.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Die Brillen

Endlich sind die Brillen da.
Aufgrund der Stärke muss ich mich erst einmal daran gewöhnen. Schon bei der Heimfahrt als Beifahrer wird deutlich, wie gut ich nun sehen kann. Es ist unglaublich. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt! Nach nur wenigen Tagen kann ich Auto fahren und genieße das klare Sehen in vollen Zügen.

Sonntag, 3. Januar 2010

Es ist scharf

Die Vermessung des Auges am i.Profiler geht recht schnell und die Auswertung zeigt eine ganze Liste von Werten zu meinen Augen. Logischerweise haben wir das recht Auge gleich mit vermessen.

Wie auch beim rechten Auge habe ich auf dem linken Auge einen sehr großen Astigmatismus. Mit der Korrektur, die aufgrund der Messergebnisse exakt eingestellt werden kann, sehe ich auf dem linken Auge sage und schreibe 63% ! Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich mit dem linken Auge wieder scharf sehen konnte. Es grenzt an ein Wunder. Mit dem rechten Auge konnte ich mit Korrektur satte 100% sehen. Die nötigen Gläser von Carl Zeiss werden nach neuesten Kenntnissen der Augenoptik hergestellt und sehen keinesfalls mehr aus wie "Colaflaschenböden". Mit der neuesten Methode, dem i.Scription (klick für Infos) verspricht Carl Zeiss sogar noch eine Steigerung des Kontrast- und Farbsehens. Die Gläser werden mit dem Messergebnis vom i.Profiler genau auf mein Auge zugeschnitten.

Ich bin überglücklich und freue mich schon auf meine Brille(n). Ja, ich brauche zwei: eine normale Brille und eine Lesebrille, da ich ja beidseits eine Pseudophakie habe und daher keine Akkomodation mehr stattfindet (ein paar Fachbegriffe müssen sein).

Wellenfrontmessung - DIE Lösung?

Nachdem nun meine beiden Linsen-OPs schon einige Zeit zurück liegen, mache ich mir Gedanken über scharfes Sehen - genauer gesagt: eine Brille.

Leider scheiterten bisher alle Versuche (sowohl in Erlangen als auch bei meiner Augenärztin), beim linken Auge ein scharfes Bild zu bekommen (rechts konnte immer auf 100% korrigiert werden). Zum Einen wurde die Schuld der zu weit geöffneten Pupille, zum Anderen dem exzentrischen Transplantat zugesprochen. Gerade die Tatsache, dass der Transplantatrand, also die Schnittkante, noch durch den Bereich der starren Pupille verläuft, scheinen das Hauptproblem zu sein.
Es muss also ein guter Optiker gefunden werden. Von einem sehr netten Zimmernachbarn beim letzten stationären Aufenthalt habe ich von einer neuen Meß-Methode gehört, die ein Optiker in Fulda anwendet. Er soll damit, gerade bei schwierigen Fällen, sehr gute Ergebnisse erzielen.

Nach ein paar Internet-Recherchen habe ich herausgefunden, dass dieser Optiker mit der Wellenfrontmessung (klicke hier für eine detaillierte Erklärung) arbeitet und anschließend Spezialgläser anfertigen lässt. Genauer gesagt werden die Augen mit dem i.Profiler (klick hier für Infos) von Carl Zeiss vermessen, um exakte Ergebnisse zu erhalten. Klingt interessant und vielversprechend. Aber dafür bis nach Fulda fahren? Also weiter suchen. Bei Carl Zeiss habe ich leider keine Auskunft erhalten, wer diese Geräte im Einsatz hat (ständig sofort aufgelegt - vielleicht habe ich ja bei der Weihnachtsfeier gestört?!) Auf deren Homepage habe ich aber nach längerem Suchen herausgefunden, dass ein Optiker in meiner Nähe (Kronach) ein solches Gerät besitzt. Nach einem kurzen Telefonat mit der Chefin und der Zusage einer unverbindlichen Augenvermessung fiebere ich dem Termin entgegen. Was wird wohl dieses Gerät bringen??

Montag, 21. Dezember 2009

Alles OK

Der Druck bleibt dank der Vexol-Augentropfen niedrig (11mmHg) und beiden Augen geht es hervorragend. Keine morgendliche Trübung der Hornhaut etc. Also weiter so !!!!

Freitag, 4. Dezember 2009

Druck

Dem relativ frisch operierten Auge geht es sehr gut und die Erholung schreitet gut voran. Auch das Sehen scheint noch besser zu werden. Ist auch gut so, denn ich möchte am Montag wieder arbeiten gehen.

Bild 1: Rechtes Auge mit leichter Trübung bei 4 Uhr (bekannte Unruhe am Transplantatrand - hier ist die Hornhaut rel. weich und schwammig, aber keine Gefahr. Bei niedrigem Augeninnendruck ist diese Trübung auch kleiner)

Lediglich die morgendliche leichte Trübung der Hornhaut macht wieder etwas zu schaffen. Am Dienstag wurde ein Augeninnendruck von 20 mmHg gemessen. Etwas viel. Dieser erhöhte Druck lässt meine Hornhaut quellen. Die Endothelzellen schaffen es nur schwer, den Flüssigkeitshaushalt der Hornhaut zu regulieren.
Bei der heutigen Kontrolle war der Druck sogar bei 24 - trotz 3x täglich Combigan Augentropfen zur Druckreduzierung. Die Kortison-Augentropfen Inflanefran scheinen für den erhöhten Druck verantwortlich zu sein. Ab sofort wird Vexol getropft, das ist ein "leichteres" Kortison, mit dem ich bereits gute Erfahrungen gemacht habe.
Am Montag sehen wir dann, ob die Umstellung geholfen hat. (Eigentlich merke ich es ja dann schon jeden Morgen, wenn die Hornhaut nicht trüb ist :-)


Bild 2: Linkes Auge mit exzentrischem Transplantat, nicht mehr strukturiererter Regenbogenhaut und starrer, unrunder Pupille. Die Trübung der Wirtshornhaut (meiner eigenen) im oberen Bereich ist unkritisch. Bei 6 Uhr sprießt ein Blutgefäß, welches das Transplantat nicht erkennen darf -> Abstoßungsgefahr)

Montag, 30. November 2009

Sichtweisen

Nun möchte ich mal über mein aktuelles Sehvermögen berichten:

Bei der Entlassung am gestrigen Sonntag wurde am linken Auge 20% Sehkraft gemessen Hier wird eine Korrektur mittels Brille nötig sein, da die transplantierte Hornhaut exzentrisch sitzt und die neue Linse dies nicht korrigieren kann. Ich kann mit dem Auge jedoch recht gut sehen.

Das rechte Auge bringt es auf sehr gute 40%. Dafür, dass es sich bis heute nur 1 Tag von Druckverband und Schnitten in der Hornhaut erholen konnte, ein sehr guter Wert. Dies bestätigte mir auch heute meine Augenärztin. Mit einer Korrektur von 1,7 Dioptrien konnte ich den Sehtest mit 100% absolvieren. Es ist phantastisch wieder so gut sehen zu können. Leider habe ich durch den letzten Eingriff einen sehr starken Astigmatismus bekommen. Er hat sich von konstanten 4,5 auf ca. 8 Dioptrien erhöht. Dies ist Bedingt durch die OP und wird sich in den nächsten 3-4 Wochen wieder einpendeln. Vorher werden wir noch keine Brille anfertigen lassen.

Das Beste jedoch ist: Die klare Sicht, die Farben und zu sehen wie weiß die Farbe Weiß wirklich ist. Es ist einfach ein Traum.

DANKE AN ALLE, DIE MIR DIES ERMÖGLICHT HABEN !!!!

Sonntag, 29. November 2009

Verlauf und Entlassung

Es ist mittlerweile Freitag.....seit Dienstag muss ich den Druckverband tragen und die Drucksenkenden Medikamente einnehmen. Zudem bekomme ich seit Mittwoch täglich 150mg Decortin.

Das Auge läuft immer noch aus. Es sind täglich kleine Besserungen in Sicht gewesen. Glücklicherweise konnte ich heute einen Teilerfolg verbuchen: Die nasale Parazentese ist geschlossen und es hat sich darüber Epithel gebildet.

Am Samstag morgen war dann endlich auch der äußere Schnitt geschlossen. Wenn am Sonntag alles stabil bleibt, darf ich endlich nach Hause.

Therapie: 5x täglich Inflanefran (Kortison-Augentropfen), 3x täglich Floxal Augentropfen (Antibiotika) und Bepanthen zur Nacht (ohne Druckverband). Die Decortin-Dosis wird auf 125mg reduziert.

Sonntag: Alles stabil. Es geht nach Hause mit der Therapie:

- Decortin täglich um 20mg reduzieren und dann absetzen.
- Inflanefran 3x täglich
- Floxal EDO 2x täglich
- Bepanthen zur Nacht

Dienstag, 24. November 2009

Die Parazentesen

Zum Entfernen der eingetrübten Linse meines rechten Auges mussten 3 Schnitte in die Hornhaut durchgeführt werden. Der große Hauptzugang "oben" bei 12 Uhr und die beiden seitlichen Schnitte bei 3Uhr und 9 Uhr - die so genannten Parazentesen.

Die Parazentesen mussten in den Regionen durchgeführt werden, in denen meine Hornhaut (also noch die Körpereigene) sehr dünn ist. Damit die in 2003 transplantierte (fremde) Hornhaut nicht unnötig unter Spannung kommt, hat der Professor auf das legen von Nähten verzichtet.

Bei der abendlichen Visite konnte festgestellt werden, dass der Hauptzugang bereits verschlossen war, jedoch aus den Parazentesen Kammerwasser floß. Das Auge "läuft aus" - oder, wie die Fachärzte sagen: "es seidelt".

Somit wurde mir ein Druckverband verordnet. Floxal EDO Augentropfen (Antibiotika) und Bepanthen Augensalbe wurden vorher ins Auge gegeben. Um den Druck im Auge zu senken, um somit das Auslaufen zu reduzieren zusätzlich 2x Diamox Tabletten (meine Nieren !!).

Erst wenn keine Flüssigkeit mehr aus den Parazentesen läuft, wird sich das Epithel über den Schnitten ausbilden und die Heilung kann richtig beginnen.

Nur eine CAT OP?

Dienstag, 24.11.2009. Es geht los. Nach einer unruhigen Nacht. geplagt von Rückenschmerzen wegen der ach so tollen Klinikbett-Matratzen: Umziehen und ab in den OP.
Dort ist dann alles schon fast Routine: Auge mit Gel betäuben, Venenzugang legen lassen und warten, bis man endlich an der Reihe ist - für den strapazierten Rücken auf der OP-Pritsche nicht unbedingt eine Erholung....

Die Anesthäsiten sind auch bereit für die Vollnarkose, die innerhalb kürzester Zeit appliziert werden muss, sollte es von Nöten sein.
OP beginnt, der Professor ist wie immer die Ruhe in Person. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Professor keinen guten Einblick in mein Auge hat, was die OP erschwert. Grund hierfür ist die bereits transplantierte Hornhaut. Details zur erschwerten Sicht konnte ich leider nicht genau in Erfahrung bringen.
Wie bei allen Operationen am Auge mit örtlicher Betäubung ist hier die Psyche stark gefragt, denn Schmerzen gibt es keine. Es ist vielmehr die Anspannung und die kuriosen Lichter und Farben, die man während der OP sieht.

Die besondere Schwierigkeit ist, den Kopf möglichst ruhig zu halten sodass der Operateur einen nicht immerzu schimpft :-). Am Besten man denkt an etwas wunderschönes, dann vergeht die Zeit schneller - man tendiert aber wieder zu Kopfbewegungen.


Glücklicherweise wurde mir die Vollnarkose erspart. Während der OP bekam ich 250mg Decortin (Kortison) und 400mg Antibiotika in die Vene, Nach etwa 10-15min ist dann alles vorbei und ich komme wieder auf Station.

Montag, 23. November 2009

Rechtes Auge - Grauer Star OP

Jetzt ist es endlich so weit: Das rechte Auge soll operiert und somit vom Grauen Star befreit werden.

Ich reise also am Montag, 23.11.2009 in Erlangen an und lasse alle Voruntersuchungen über mich ergehen: Photo, Hornhauttopographie, Endothelzellenmessung, und natürlich die Vermessung des Auges, damit die richtige Linse eingesetzt wird. EKG und Blutuntersuchung sind nicht notwendig, da der letzte Eingriff nicht lange her ist.

Der Professor untersucht das Auge auch und gibt grünes Licht - allerdings mit der Nebenbemerkung, dass wir uns intraoperativ auf eine Vollnarkose vorbereiten müssen, falls es zu Komplikationen kommen sollte..... na prima.


Dienstag, 10. November 2009

Augen-Innendruck

Die OP am rechten Auge naht. Nur noch 2 Wochen!! Doch das rechte Auge fühlt sich zur Zeit nicht so toll an.

Morgens ist die Hornhaut stark aufgeschwemmt, da die Endothelzellen das Wasser in der Hornhaut nicht richtig abpumpen. Selbst NaCl 5% - Augentropfen (ehemals Adsorbonac) zur "Entwässerung" der Hornhaut helfen nicht wirklich. Erst ca. 2 Stunden nach dem Aufstehen wird die Sicht einigermaßen "klar". Mein Verdacht: der Augeninnendruck ist wieder zu hoch, was meine Hornhaut auch quellen läßt. Doch eine mehrtägige, intensivere Therapie mit TimOphtal 0,25% (2-3 x tägl.) bleibt ohne Wirkung.

Also brauche ich mal wieder meine Augenärztin. Sie mißt einen sehr hohen Augeninnendruck von 34mmHg (etwa 3x höher als normal). Somit ist klar, dass der Druck Schuld am derzeitigen Zustand der Hornhaut hat. Als kurzfristige Therapie bekomme ich Combigan Augentropfen. Diese sollen den Druck rasch reduzieren. Bereits nach der ersten Anwendung am Abend klart die Hornhaut auf.

Heute Morgen hatte ich dann keine Probleme mehr. Die Hornhaut war sofort klar. Da ich trotzdem weiterhin Kortison Augentropen brauche - die aber wiederum den Druck erhöhen - wird als mittelfristige Therapie das unkonservierte TimOphtal 0,5% (höhere Konzentration des Wirkstoffes) eingesetzt.

Jetzt kann die OP also kommen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Meilenstein in der Augenheilkunde

Habe auf der Seite www.handelsblatt.de einen Bericht über die Transplantation einer künstlichen Hornhaut gelesen.

Klicke hier, um zum Beitrag zu gelangen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Kontrolle in Erlangen

Bei der heutigen Kontrolle zeigte sich der Professor sehr zufrieden. Der Hornhaut geht es sehr gut und das Auge ist reizfrei.

Der Prof. erklärt, dass seiner Ansicht nach die Öfnung der Pupille nicht die Ursache für mein unscharfes Sehen sei. Vielmehr soll die unregelmäßige Krümmung und Oberfläche (Topographie) der transplantierten Hornhaut dafür verantwortlich sein. Eine angepasste Kontaktlinse hönnte das Problem lösen.

Es gibt also wieder Hoffnung.

Für das rechte Auge wird wieder ein Termin zur Grauer-Star-Operation vereinbart. Am 17.11.2009 soll ich zur Voruntersuchung antreten. Am 18.11.09 werde ich dann operiert.

Hier eine tolle Darstellung des Auges im Schnitt (Quelle: http://www.wikipedia.de/, Veröffentlicher: pngbot, Jahr: 2007): -> klick zum Vergrößern






Montag, 12. Oktober 2009

Spersacarpin für die Iris

Irgendwie geht es nicht so recht weiter mit der Pupille sprich mit der Verengung der Iris.
Jetzt soll das Verengen forciert werden - mit Spersacarpin.

Nach ca. 1 Woche Anwendung mit teils heftigen Kopfschmerzen hat sich die Iris ein wenig weiter zusammengezogen und "spielt" ein wenig mehr bei Blendung. Ich sehe dennoch rel. unscharf. Ein Versuch, die Schärfe mittels Brillengläsern wiederherzustellen, scheiterte.

So bleibt zu hoffen, dass die erweitere Anwendung den Musculus sphincter pupillae (Pupillenverenger) weiter antreibt. Andernfalls wird es wohl mit dem Scharfsehen schwierig, da zu viel Licht in das Auge einstrahlt und zu sehr gestreut ist.

Freitag, 2. Oktober 2009

Fäden raus

Heute wurden in Erlangen sowohl die 2 Bindehautfäden (Schnitt oben) und die 2 Hornhautfäden (Parazentesen=Hornhautschnitte) rechts und links entfernt.

Wie gewohnt fand dies an der Spaltlampe mit örtlicher Betäubung (Augentropfen) statt.

Nach der Entfernung die Kontrolle, ob die Schnitte geschlossen sind - fertig. Dem Auge geht es hervorragend. Jetzt kann endlich wirklich an das rechte Auge gedacht werden (auch Grauer Star)

Montag, 28. September 2009

Die Iris bewegt sich

Bei der heutigen Kontrolle hat meine Augenärztin festgestellt, dass sich die Iris weiter geschlossen hat. Sie ist also noch (zumindest leicht) funktionsfähig.

Es besteht somit Hoffnung auf scharfes Sehen, wenn die Wirkung der Pupillen erweiternden Tropfen (Boroscopol) komplett nachgelassen hat. "Schlimmstenfalls" werde ich wohl eine Brille brauchen.

Therapie unverändert. Decortin wird täglich um 20mg reduziert. Am Mitwoch bin ich dann wieder "clean".

Sonntag, 27. September 2009

Kontakt und Dank

Um mich per email zu kontaktieren, kann folgende Email-Adresse verwendet werden:

catala (at) gmx.de

Die Adresse linkesauge (at) gmx.de ist nicht mehr aktiv.

Besonders über den Kontakt des Berliner Leidensgenossens, der bereits einen Kommentar geschrieben hat, würde ich mich sehr freuen. Kurioserweise haben wir uns am 21.09.09 in der Augenklinik Erlangen getroffen und zumindest einen Teil unserer Erfahrungen persönlich austauschen können.

An dieser Stelle möchte ich erneut dem Team um Prof. Kruse für die kompetente und hervorragende Betreuung und Behandlung von ganzem Herzen danken. Prof. Kruse hat meine Lebensqualität durch sein unbeschreibliches Können erheblich steigern können. Seine rechte Hand, Herr Dr. Kozich in Verbindung mit dem Pflegeteam der A61 tragen jedesmal zu diesen Erfolgen bei.

Samstag, 26. September 2009

Kontrolle

Meine Augenärztin ist mit dem Befund sehr zufrieden und hofft, dass die Iris keinen Schaden davongetragen hat und sich nach dem Abklingen der Wirkung des Boroscopols wieder bewegt. Am Montag wissen wir mehr.

Therapie:
Decortin 80 mg
Augentropfen und -salben unverändert

Ich darf nach Hause

Der Zustand des Auges ist so stabil, dass mich der Oberarzt ohne Probleme nach Hause läßt. Das Auge ist frei von Entzündungszellen und sehr ruhig.
Ich kann also die Station A62 schnell wieder verlassen, soll aber morgen bei meiner Augenärztin vorstellig werden.

Therapie:
Decortin 100 mg
Dexa-Sine 6x tägl.
Floxal 2x tägl.
Augensalben unverändert

Es geht aufwärts

Die morgendliche Visite findet im 1. OG beim Professor statt. Das Fibrin (Entzündungszellen, ausgelöst durch das Lösen der Verklebung der Iris), welches gestern noch in der Vorderkammer vorhanden war, hat sich aufgelöst. Die Schnittstellen der Parazentesen haben sich geglättet. Außerdem geht es meiner Hornhaut hervorragend. Sie hat den ganzen Eingriff scheinbar unbeschadet überstanden.

Therapie:
Boroscopol abgesetzt
Decortin 120 mg (Tabletten)
Augentropfen und -salben unverändert

Die Fäden sollen in einer Woche entfernt werden.

Ich kann wieder sehen!

Bei der morgendlichen Visite wurde die Augenklappe entfernt und siehe da, ich kann endlich wieder sehen! Nach einem Jahr sehr starker Linsentrübung bis hin zum völligen Visusverlust kann ich wieder klar sehen. Einzig die Schärfe ist noch nicht vorhanden. Diese kommt aber sicher noch - notfalls mit Brille. Der Professor ist mit dem Ergebnis dieser "abenteuerlichen Operation" sehr zufrieden. Ich soll nun viel ruhen und kann voraussichtlich zum Wochenende nach Hause.

Therapie:
150 mg Decortin intravenös
stündl. Dexa-Sine (Cortisonaugentropfen)
2x tägl. Boroscopol (Weittropfen der Iris)
2x tägl. Floxal EDO (Antibiotika)
Bepanthen Augensalbe (zur Nacht)
Hydrocortison Augensalbe (zur Nacht)

Da im Klinikum alle Fenster ausgetauscht werden, komme ich in ein anderes Zimmer. Morgen Vormittag wird die Station 61 komplett geschlossen...wieder ein Umzug, sofern ich noch nicht nach Hause darf.

Cataract-OP

Es ist soweit: es wird wieder einmal am linken Auge operiert.
Mit der obligatorischen OP-Kleidung werde ich samt Bett in den OP gefahren - bereits um 7:30! Die Narkose wird kurz und schmerzlos angewandt, und schon befinde ich mich im Aufwachraum. Die OP soll gut verlaufen sein, doch ich habe die Narkose überhaupt nicht gut vertragen: Übelkeit, Müdigkeit bis zum Nachmittag.
Erst der Besuch meiner Familie hat mir einen richtigen Aufschwung gegeben.
Bis zum Nachmittag habe ich keine Details zur OP erfahren. Bei einer ersten Untersuchung am späten Nachmittag habe ich erfahren, dass die neue Linse standardmäßig eingesetzt werden konnte. Dem Professor ist es also gelungen, die Verklebung der Iris ohne Zerstörung der Linsenhaut zu lösen. Die seitlichen Einschnitte (Parazentesen) in der Hornhaut, die zum Einsetzen der Linse notwendig sind, wurden sicherheitshalber mit je einem Faden vernäht (Hornhaut ist an diesen Stellen sehr dünn). Der Hauptschnitt für die CAT-OP wurde bei 12 Uhr durchgeführt (bereits im Bindegewebe) und wurde anschließend ebenfalls vernäht. Es stehen also wieder Fadenentfernungen bevor.

Augenvermessung

Eine mir bislang unbekannte Foltermethode in der Augenmedizin habe ich heute kennen gelernt: das so genannte Biometrieverfahren.
Um die neue Linse korrekt auszulegen, kann das Standardverfahren bei der extremen Trübung nicht durchgeführt werden.
Der Doktor klemmt einen Trichter unter die Lider (ich liege), anschließend gibt er Kochsalzlösung in diesen Trichter. Es ist die Hölle. Nun werden mit einem Ultraschallgerät die Maße des Auges genommen (z.B. Abstand zwischen Hornhaut und Linse).
Um sicher zu gehen, dass diese Messung richtig ist, wird am rechten Auge eine Vergleichsmessung (gleiches Verfahren) durchgeführt. Die Werte passen. Jetzt kann die richtige Linse ausgewählt werden.

Überraschung - das linke Auge

Überraschung gleich am Morgen in Erlangen: Zwar wird erst das rechte Auge untersucht, doch schnell wird bei der Kontrolle des linken Auges dieses als das "kritische" betrachtet.
Daher werden beide Augen auf eine eventuelle OP vorbereitet, bis der Professor seine Entscheidung trifft. Blutentnahme, EKG und die standardmäßigen Augenuntersuchungen werden durchgeführt.
Letztendlich entscheidet der Professor, das linke Auge zu operieren, da dessen Linse bereits verdickt ist und sich mit der Iris verklebt hat. Die Schwierigkeit der OP liegt darin, die Iris von der Linsenhaut zu lösen. Geht dies gut, kann die neue Linse wie bei den Standard-Cataract-OPs in den natürlichen Linsensack eingehängt werden. Sollte die Haut reißen, muß die Linse in das Auge eingenäht werden. Hierzu geht der Professor an der Spaltlampe schon in Gedanken durch.
Da diese OP länger dauern kann, muß sie unter Vollnarkose stattfinden. Schließlich kann ich durch die trübe Linse das Auge nicht auf das Licht fokussieren und eine längere OP wäre psychischer Terror. Daher stimme ich dem Ganzen zu.

Donnerstag, 17. September 2009

Ready for Erlangen

Die heutige Untersuchung bei meiner Augenärztin ergab einen absolut stabilen Befund beider Augen. Somit steht der OP am kommenden Dienstag nichts mehr im Weg. Bei beiden Augen wurde der Augeninnendruck gemessen: (LA 8 mmHg, RA 21 mmHg). Wegen des leicht erhöhten Druckes beim rechten Auge soll ich TimOphtal 2xtägl. tropfen.

Wie bereits beschrieben, wird am Dienstag, 22.09.09 der graue Star meines rechten Auges operiert.

Die Linse des linken Auges hat sich weiter eingetrübt. Nach Ansicht meiner Ärztin wird wohl die Cataract-OP des linken Auges auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Ich freue mich jedenfalls schon auf - im wahrsten Sinne des Wortes - ungetrübtes Sehen.

Donnerstag, 3. September 2009

Bild vom rechten Auge


Beim aktuellen Bild des rechten Auges ist Folgendes zu erkennen:

Eine leichte, milchige Trübung (Katarakt=Grauer Star) im Augenzentrum. Diese Linsentrübung wird am 22.09.2009 operiert.

Der Transplantatrand sowie die ehemaligen Einstichkanäle für die Fäden sind gut zu erkennen.

Die stärkere Trübung bei 4-5 Uhr existiert seit der OP und ist nicht kritisch.

Die Hornhaut ist sehr stabil und erfreut sich bester Gesundheit.

Bild vom linken Auge


Auf dem aktuellen Bild des linken Auges ist Folgendes zu erkennen:

Eine ausgeprägte Katarakt (Grauer Star) durch die ständige Kortison-Gabe ist als trüb-weißlicher Fleck im Zentrum des Auges zu sehen. Hier ist also die Linse stark eingetrübt.

Die Regenbogenhaut (Iris) ist durch die ganzen Eingriffe stark in Mitleidenschaft gezogen worden und öffnet sich nicht mehr ganz rund. Auch durch das Lösen der verklebten Iris von der Hornhaut hat Pigmentstörungen verursacht.

Die Transplantatränder sind durch eine leichte (normal) Trübung gut zu erkennen. Meine eigene Hornhaut ist im oberen Bereich eingetrübt. Die Spenderhornhaut fühlt sich super wohl und ist glasklar. Auch die Exzentrizität der neuen Hornhaut ist gut zu erkennen. Zudem sieht man im unteren Bereich die Blutgefäße. Diese dürfen das Transplantat nicht erreichen, da sonst eine Abstoßungsreaktion die Folge wäre.

Donnerstag, 20. August 2009

Weiterhin alles OK

Kontrollbesuch in Erlangen: Der Stationsarzt ist sehr zufrieden mit dem hervorragenden Zustand des linken Auges.

So haben wir uns mit der bevorstehenden Cataract-OP (Grauer Star) befasst. Das rechte Auge weist ebenfalls einen überaus stabilen und gesunden Zustand auf. Somit steht der geplanten OP nichts im Weg. Voraussichtlicher Aufenthalt in Erlangen: 4 Tage. Zur Verringerung von Abstoßungsreaktionen (ja, beim rechten Auge habe ich auch eine transplantierte Hornhaut) wird intraoperativ 250mg (!) Kortison gespritzt und ausschleichend wieder abgesetzt.

Samstag, 25. Juli 2009

Fadenfrei und gesund

Bei der morgendlichen Visite wird festgesellt, dass das Epithel komplett geschlossen ist. Dem Auge geht es hervorragend. Ein weiterer Meilenstein ist geschafft.

GEDULD ist bei Augenkrankheiten das A und O. Mittlerweile ist ca. 1 Jahr vergangen, seit die MRSA-Bakterien mein Auge fast zerstört hatten (siehe Blog-Einträge August 2008).

Ich darf also wieder nach Hause. Ein schönes Gefühl.....nach nur einer Nacht Rückenschmerzen im Klinkbett.

Der nächste geplante stationäre Besuch steht auch schon fest. Am 21.09.2oo9 werde ich wieder Anreisen, um am 22.09.09 den Katarakt am rechten Auge operieren zu lassen. Hier eine geniale Animation zum Vorgang der Operation des "Grauen Stars" (klick hier)


Therapie:
2xtägl. Floxal EDO (Antibiotikum) für 3 Tage
danach wieder Dexa EDO (Kortison)