Samstag, 24. November 2012

Guter Verlauf

Leider durfte ich erst am Samstag nach Hause fahren. Und das, obwohl das Epithel noch offen war. Die Pflegetherapie von stündlich einem Tropfen Eigenserum, Hyabak und 2x Floxal EDO kann ich zu Hause ja schließlich auch machen. Die Verbandslinse blieb auch zur Sicherheit auf dem Auge.

Bereits am Dienstag bin ich wieder auf die Arbeit. Die 2 Kontrollen unter der Woche in Erlangen haben ergeben, dass das Epithel weiter zugewachsen war. Wichtig war, dass die Epithelbildung über den Transplantatrand fortgeschritten und nur noch eine 0,4x1,0mm kleine Fläche offen war.

Am Montag, 19.11.12 dann die gute Nachricht. Epithel geschlossen. Die Therapie soll aber so weiter gehen, um weitere Stabilität zu garantieren. Decortin wird endlich auf 60mg reduziert. Die Verbandslinse bleibt zum Schutz weiterhin "drin".

Am Donnerstag wurde die Stabilität bestätigt und ein Tropfen Dexa (Kortison)  täglich verordnet, da das Auge recht rot ist. Decortin wird auf 50mg reduziert. Eigenserum wird auf 2-stündlich reduziert.

Kurzer Kontrollbesuch am Freitag, nachdem da Auge etwas "unruhig" schien. Der Kortisontropfen? Am Ende Entwarnung. Alle Fäden fest und das Epithel schön geschlossen. Ich habe eine neue Verbandslinse bekommen, da die Alte wohl etwas gestört hat.



Dienstag, 6. November 2012

Infos zur lamellären Keratoplastik

Für diejenigen, die sich für lamelläre Keratoplastik, also die Transplantation von Hornhautschichten näher interessieren, hier der Link zu einem Fachartikel der Uni-Klinik Erlangen:

Klick hier für den Fachartikel

Weitere Infos zu neuesten Techniken sind auf dieser Seite der Uni-Augenklinik zu finden:

Übrigens ist das Epithel noch punktförmig geöffnet und ich darf voraussichtlich am Mittwoch, also nur eine Woche nach der OP, nach Hause.

Verständlicherweise wird kein Risiko eingegangen und ich darf nur nach kompletten Epithelschluss die Klinik verlassen.



Samstag, 3. November 2012

Postoperativ

Die OP ist sehr gut verlaufen. Die Schwierigkeit bestand wohl an der Tatsache, dass die Vorderkammer komplett eingefallen und mit der Iris verklebt war. Der Professor hat alles hinbekommen. Er ist echt bewundernswert.

Nach dem Aufwachen fühlte ich mich schnell wieder fit und konnte auch schnell AUfstehen. Die Untersuchung am nächsten Tag, die von einem Oberarzt durchgeführt wurde bestätigte ein stabiles Auge, feste Fäden und ein dichtes Transplantat.

Am Freitag wurde dann die Verbandslinse herausgenommen, um den Epithelschluß zu verfolgen. Dieser macht ja bei mir bekanntlich Probleme und führt zu längeren Klinikaufenthalten und Therapien. Erstaunlicherweise war das Epithel schon geschlossen und es wurde auch gleich Kortison-Augentropfen verordnet. Systemisch bekam ich 100mg Decortin.

Am Samstag war der Professor sehr zufrieden mit dem Zustand des Auges und sprach von einer Entlassung bereits am Montag.


Da Wahnsinn

Eine leichte Entzündung am linken Auge und ein "komisches Gefühl" haben mich am 30.10.12 -knapp eine Woche nach meiner letzten Untersuchung in Erlangen ("alles prima") zu meiner Augenärztin gebracht.

Dort dann die Schreckensnachricht: Das Epithel ist zentral kreisförmig geöffnet, die Hornhaut nur noch hauchdünn und "schmilzt ein" - droht also, sich komplett aufzulösen. Wie kann das bloß sein ??!! Noch am gleichen Abend wurde die Tasche für die Klinik gepackt und am Mittwoch, 31.10. ging's gleich früh zur Stationsvisite.

Der Professor bestätigte den Befund und ordnete für den gleichen Tag eine OP an. Lamelläre Keratoplastik. Es wird also die 3. in diesem Jahr.... Hier soll nur der "obere Teil" der Hornhaut durch eine Neue ersetzt werden. die Descemet'sche Membran - also die innerste Zellschicht bleibt dabei erhalten.

Ebenfalls erkannte der Professor, dass bereits Kammerwasser durch die Hornhaut drang. Es war also höchste Eisenbahn. Ich entschied mich, diese OP in lokaler Betäubung durchführen zu lassen.

Auf dem Weg zur Anmeldung geschah dann der worst-case: Wie ein Stich ins Auge hatte ich auf einmal höllische Schmerzen. Flüssigkeit lief aus dem Auge. Die Hornhaut war perforiert.Ein extrem schlimmer und schmerzhafter Zustand.

Sofort ging es wieder auf die Station, wo der Stationsarzt die Perforation bestätige und den Professor im OP informierte. Ich bekam starke Schmerzmittel und wurde sofort für die OP vorbereitet. Eines war klar: Vollnarkose. Leider musste ich aufgrund mehrere Transplantationen bis ca. 13 Uhr warten. Dann ging es endlich los. Meinen sonst so ruhigen Puls von 80 habe ich an diesem Tag verdoppelt. Erst also die Opiate wirkten, vergingen die Schmerzen und ich schlief ein

Wie viel Glück kann man haben ??
- Die Perforation geschieht IN der Augenklinik
- Für eine lamelläre Keratoplastik steht zufällig sehr gutes Material - der Rest von Descemet-Transplantationen - bereit.
- Der Professor beendet die OP an meinem Auge und fliegt um 15 Uhr nach Hamburg und kommt erst am Samstag wieder

GOTT SEI DANK

Drucksenkung

Die einzigen "Problemchen" waren in den letzten Wochen der Augeninnendruck vom rechten Auge, der einmal wieder über 30mmHG angestiegen ist.
Beim linken Auge löste sich aufgrund des hohen Wassergehaltes der Hornhaut zeitweise das Epithel vom Stroma. Auch hier wurde erhöhter Druck vermutet (aufgrund der vielen Transplantationen lässt sich der exakte Druck nicht feststellen). Ich tropfte auch hier drucksenkende Medikamente (Alphagan und TimOphthal). Bei beiden >Augen hat sich im Laufe des Oktobers alles wieder eingependelt.

Donnerstag, 13. September 2012

Status

Wie im vergangenen Jahr war der Sommer "augentechnisch" sehr ruhig. Systemisch nehme ich derzeit keine Medikamente mehr. Die Tropftherapie sieht wie folgt aus: 1x/Tag Dexa EDO in beide Augen. Hornhautpflege stündlich.


Ab und zu lockert sich ein Faden und muss an der Spaltlampe entfernt werden. Da sich jedoch in den letzten Wochen gleich mehrere Fäden in einem Bereich gelockert haben, sollen diese während eines kleinen stat. Aufenthaltes am 14.09.12 im OP entfernt werden. Es ist eine Sicherheitsmaßnahme - nach einer Nacht und der Visite am Morgen kann ich wieder nach Hause.

Es wäre schön, wenn das Auge nun einmal ein paar Monate Ruhe hält und im Frühjahr nicht wieder ein Herpes die Hornhaut irritiert.

Freitag, 1. Juni 2012

Endlich...

...ist das Epithel komplett geschlossen. Am 29.05. konnte mir der Professor die super Nachricht mitteilen. Nach fast 4 Monaten ist die Augenoberfläche wieder komplett geschlossen. Geduld wird letztendlich doch belohnt. TFT und Antibiotika-Augentropfen werden weiter reduziert. Kortison auf 20mg herabgesetzt. Die Verbandslinse soll zur Sicherheit auf dem Auge bleiben.


Freitag, 01.06.: Alles stabil und ruhig. Dieses Kapitel ist wohl nun abgeschlossen. TFT Augentropfen nur noch 1x/Tag. Antibiotika abgesetzt. Dexa EDO 1x/Tag hinzu. Decortin nur noch 10mg. Am Montag kann meine Augenärztin dann die Verbandslinse herausnehmen. In Erlangen muss ich erst in einer Woche wieder vorstellig werden.

Infektion zwischendurch

Am Freitag, 11.05. habe ich vom Professor trotz offenem Epithel die "Freigabe" erhalten, wieder arbeiten zu gehen. ich sollte jedoch am Montag Abend zu meiner Augenärztin zur Kontrolle. Am Montag dann die Überraschung: In der Vorderkammer hat sich ein kleiner Spiegel mit Entzündungszellen (ähnlich eines Hypopions) gebildet. Außerdem ist das Ödem größer geworden, als es am Freitag noch war.


Am Dienstag bestätigte der Professor, dass es sich um eine Entzündung handle, die hoffentlich "nur" bakteriell und nicht auf einen Pilz zurückzuführen ist. Die Erosio ist auch wieder größer geworden. Ein Abstrich soll für Klarheit sorgen. Sicherheitshalber wurden Cefazolin und Tobramycin (Antibiotika) Augentropfen verordnet und Kortison auf 50mg erhöht. Dexa EDO (Kortison) Augentropfen wurden abgesetzt.

Schon am Mittwoch hat sich alles etwas beruhigt. Am Freitag dann die Entwarnung. Es handelte sich um Bakterien und die Therapie hat voll angeschlagen.

So eine Aufregung gleich in der ersten Arbeitswoche.....

In der folgenden Woche hat sich das Auge weiter stabilisiert und das Epithel auch wieder weiter geschlossen.

Montag, 7. Mai 2012

Es reicht langsam....

Mein Geduldsfaden wird langsam sehr dünn. Trotz intensiver Pflege und peniblem Befolgen der Therapie ist das Epithel immer noch geöffnet. Heute ca. 2x2,3mm.

Ehrlich gesagt hat man irgendwann keinen Bock mehr! Ich will endlich wieder arbeiten und Sport machen !!

Mittwoch, 2. Mai 2012

2,5mm²

Das Epithel ist noch ca. 2,5mm² geöffnet. Deshalb habe ich auch noch kein grünes Licht vom Professor, dass ich auf die Arbeit darf. Der Heilungsprozess schreitet jetzt aber stetig und rel. zügig voran. Es ist bei den 2-tägigen Kontrolluntersuchungen jeweils ein deutlicher Fortschritt zu erkennen.
Die Hornhaut wird ebenfalls klarer und das Auge ist nun entzündungsfrei.

Therapie momentan: 20mg Decortin, 5x/Tag Triflumann (wird nicht mehr hergestellt!!!), 3x/Tag Dexa EDO, stündlich Hyabak, 2-stündlich Eigenserum.

Samstag, 21. April 2012

Resistenz ?

Am Freitag erfuhr ich das Ergebnis der Gewebeprobe der Augenoberfläche: Herpes Typ 1 - der gemeine, fiese "Standard-Herpes". Um so erstaunlicher, dass dieser trotz Aciclovir-Tabletten aktiv ist. Es scheint wohl eine Resistenz gegen das Medikament zu geben.


Da aber seit Donnerstag Triflumann zusätzlich getropft wird und dieses Medikament zu wirken scheint, beruhigt sich das Auge gaaanz langsam. Die Ränder der Erosio grenzen sich deutlicher ab und das Auge ist nicht mehr zu rot. Therapie am Freitag: Triflumann und Dexa EDO im stündlichen Wechsel. Antibiotika nur noch 3x, Hyabak sündlich, Regepithel zur Nacht.


Heute am Samstag konnte der Professor bei der Kontrolle wiederum einen kleinen Fortschritt erkennen - wenn auch nur einen Kleinen. Der "Wulst" am Transplantatrand bei 6 Uhr ist zurück gegangen, das Auge wiederum weniger entzündet und das Epithel minimal weiter geschlossen. Therapie ab heute: Triflumann 2-stündlich, Dexa EDO nur noch 3x/Tag, Antibiotika 2x/Tag, Hyabak stündlich, Regepithel zur Nacht.


Trotz Allem bleibt Kortison bei 80mg/Tag und zur "Absicherung", bis eine Resistenz nachgewiesen ist, Aciclovir  bei 5x800mg/Tag.

Donnerstag, 19. April 2012

Verzweiflung

Heute bei der Visite: Epithel wieder weiter geöffnet. So langsam verlässt mich der Mut und die Energie.

Therpie jetzt: Triflumann (gegen Hepes-Viren) Augentropfen 4x, Cefazolin AT (Antibiotikum) 3x, Tobramycin (Antibiotikum) 3x, Dexa EDO stündlich, Hyabak 5x, Ciclosporin 3x, Hydrokortison Salbe zur Nacht. 80mg Decortin und 5x 800mg Aciclovir.

Viel mehr kann man in ein Auge fast nicht tropfen.......!! Das Kortison seit Mitte Februar und das Aciclovir setzen meinem Körper auch ziemlich zu. Schlafen wird zu einem seltenen Ereignis. Glücklicherweise kann ich das Körpergewicht einigermaßen halten - mit enorm viel Disziplin - bei DEM Heißhunger auf Süßes durch das Kortison!!

Ich melde mich wieder, wenn es etwas wirklich Neues gibt. Momentan habe ich nicht einmal mehr Energie fürs Bloggen.

Bis bald

Mittwoch, 18. April 2012

Therapie-Umstellung

Am Dienstag hat sich der Zustand des Auges nicht weiter verschlechtert. Die Erosio grenzt sich deutlicher ab und die Entzündung ist auch nicht schlechter geworden. Somit wurde wiederum entschieden, keine Amnion-Membran aufzunähen. Die Therapie sollte so beibehalten werden. Zusätzlich soll zur Nacht Hydrokortison-Augensalbe ins Auge gebracht werden.

Heute konnte der Professor wiederum eine kleine Verbesserung bzw. Verkleinerung der Erosio erkennen - wenn auch nur minimal. Aber die Tendenz ist die richtige. Eine letzte Vermutung für die anhaltende Instabilität ist ein Herpes, der sich wieder in der Hornhaut breit gemacht haben könnte.
Um sicher zu gehen, wurde direkt an der Augenoberfläche eine Gewebeprobe entnommen (ohne Betäubung; ganz lustig,...). Diese wird nun analysiert und in den nächsten Tagen ist mit dem Ergebnis zu rechnen. Vorsichtshalber soll ich TFT Augentropfen gegen den Herpes tropfen. Leider sind diese erst morgen verfügbar und ich bekämpfe den Herpes heute mit 5x800mg Aciclovir.

Die lokale Therapie bleibt unverändert. Stündlich Dexa EDO, 2-Stündlich Hyabak, 3x Floxal EDO, 3x Ciclosporin Augentropfen und Hydrokortison Augensalbe zur Nacht. Systemisch nehme ich nach wie vor 80mg Decortin.



Montag, 16. April 2012

Wie geht's weiter?

Das Epithel ist nach wie vor offen. Die Erosio verschiebt sich jetzt aber Richtung Augenmitte bzw. nach unten. Zudem bildet sich jetzt - wie vor vielen Wochen schon bei 1 Uhr -eine "wulstige" Kante bei bei 6 Uhr am "alten" Transplantatrand.

Die Ärzte sind ratlos und stellen die Therapie um, da das Auge wieder einmal sehr entzündet ist. Nachdem die noch im Auge vernähten Amnion-Membran-Fäden an der Spaltlampe entfernt wurden, hat der Professor folgendes verordnet: Kortison wurde von 20mg wieder auf 80mg erhöht. Außerdem soll ich nun stündlich Dexa-EDO tropfen. Kortison-Augentropfen bei offenem Epithel ! Hoffentlich geht das gut...! Ciclosporin Augentropfen wurden auf 3x/Tag erhöht. Eigenserum und Azyter abgesetzt. Dafür 3x/Tag Floxal EDO.

Wie geht's weiter?

Morgen früh muss ich wieder einmal nach Erlangen (so langsam weiss man es zu schätzen, dass man nur ca. 40min. entfernt wohnt). Sollte keine Veränderung zu sehen sein, wird erneut eine Amnion Membran auf das Auge genäht. Wir haben vereinbart, dass dies dann ohne Vollnarkose erfolgen soll. Schließlich bin ich rel. hart im Nehmen und auf die Nachwehen einer weiteren Vollnarkose habe ich keine Lust. Trotzdem muss ich wohl eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben.

Freitag, 13. April 2012

Enttäuschung

Heute wurde in Erlangen der Lid-Faden entfernt und die Verbandslinse entnommen. Beim Anfärben dann die Enttäuschung: Das Epithel ist fast über dem kompletten Transplantat offen. Somit war alles für die Katz'.....2 Wochen mit zugenähtem Lid ohne Erfolg.

Es ist wieder einmal schwer, die Niederlage hin zu nehmen und neuen Mut zu sammeln.

Es ist eine neue Verbandslinse eingesetzt worden. Die Therapie bleibt gleich und am Montag wird sich entscheiden, ob erneut eine Amnion-Membran auf das Auge genäht wird, oder nicht. Jedenfalls geht's mit Tasche in die Klinik.....

Wann kann dieses Kapitel endlich abgeschlossen werden ??!?!?!

Dienstag, 10. April 2012

Weiter so !

Ostern habe ich mit dem geschlossenen Lid gut überstanden. Der Professor war heute auch mit dem Gesamtzustand des Auges sehr zufrieden. Die Amnion-Membran hat sich unter der Verbandslinse nun komplett aufgelöst. Der Faden, der die Membran fixierte stört nicht. Das Epithel scheint geschlossen zu sein. Zur weiteren Stabilität soll nun Dexa EDO abgesetzt und 3x täglich Eigenserum getropft werden.

Das Lid soll aber weiterhin geschlossen bleiben - idealerweise so lange, wie der Faden hält. Am Freitag soll er aber wahrscheinlich doch entfernt werden. Laut Professor steht auch einem baldigen Wiederaufnehmen der Arbeit nichts mehr im Wege. Das sind ja mal gute Nachrichten.

Mittwoch, 4. April 2012

Auge zu - und durch

Seit gestern bin ich endlich wieder zu Hause. Am Zustand des Auges hat sich nichts verändert. Alles ruhig unter dem verschlossenen Lid. Dies soll auch soll lange wie nur möglich so bleiben - also dass das Lid verschlossen bleibt, damit sich die Zellen der Amnion-Membran zu Epithel-Zellen ausbilden können und das Auge endlich zur Ruhe kommt.

Hier nochmals Infos zur Amnion-Membran (Zellschicht aus der Plazenta !) : Klick hier

Siehe auch Blog-Einträge vom Dezember 2008:

Therapie derzeit:
2x Ciclosporin Augentropfen, 1x Dexa EDO, 5x Hyabak, 1x Azyter
3 Tage 40mg Decortin, danach 3 Tage 20mg.

Am Donnerstag ist wieder Kontrolle in Erlangen. Danach hoffen wir, dass über Ostern alles ruhig bleibt.

Montag, 2. April 2012

Bild vom Auge

Nachdem es ein schönes Bild von meinem zugenähten Auge gibt, will ich es euch nicht vorenthalten.

Samstag, 31. März 2012

Diesmal wird's gut !

Sowohl am Freitag wie auch heute hat der Professor sehr positiv über den Verlauf gesprochen. Alle Fäden sind fest, die Membran sitzt gut und sogar das "alte" Transplantat klart erstaunlich schnell wieder auf. Grund hierfür ist sicher auch die rel. hohe Kortisondosis von intraoperativ 250mg über gestern 150mg und heute 100mg Decortin.

Getropft wird momentan wie folgt: 3x täglich Hyabak, 1x Dexa EDO, 2x Ciclosporin, 1x Azyter.

Und so geht's weiter:Morgen am Sonntag Ruhe. Wenn am Montag alles stabil bleibt, darf ich sogar nach Hause (evtl. Dienstag). Der Faden an den Lidern bleibt, bis er sich von selbst löst. Die Amnion-Membran soll so lange wie möglich auf der Hornhaut unter der Verbandslinse bleiben, damit sich mit deren Hilfe möglichst das komplette Epithel bilden kann. Wenn sich als die Membran von den Fäden löst, wissen wir erst, welches Erfolg die Membran gebracht hat. Sollt das Epithel dann immer noch offen sein, wird erneut eine Membran aufs Auge genäht.
Letztendlich ist ein offenes Epithel ein Faktor für ein insgesamt instabiles Auge.

Mit der Membran habe ich ja schon positive Erfahrung bei der Epithelialisierung gemacht. Siehe Blog-Einträge vom Dezember 2008 : http://linkesauge.blogspot.de/2008_12_01_archive.html

Deshalb bin ich diesmal sehr zuversichtlich, dass alles gut wird!

Donnerstag, 29. März 2012

OP und Verlauf

Erst gegen Mittag werde ich abgerufen. Im OP das Übliche. Man kennt sich. Diesmal jedoch hat man mir einen längeren "Genuß" der Opiate zugestanden. Unglaublich, wie "high" man auf das Zeug werden kann. Nach ein paar Minuten ging's ab ins Nirvana.

Insgesamt habe ich die Narkose gut vertragen. Allerdings haben mir wohl die Erkältung mit Husten und der Flüssigkeitsmangel vor der OP ziemlich zugesetzt. Starke bis unerträgliche, migräneartige Kopfschmerzen.

Abends Visite vom Professor. Er ist mit dem Ergebnis zufrieden und erklärt, dass die Transplantation an sich mit einem 6,4mm-Transplantat sowie das Aufnähen einer Amnion-Membran zu der rel. langen OP-Zeit von ca. 2 Stunden geführt haben. Um das Auge weiterhin zu schützen wurden zudem die Lider zusammengenäht.......ich will das ehrlich gesagt nicht sehen oder weiter darüber nachdenken....

Später am Abend wurden die Kopfschmerzen unerträglich. Diamox zum Drucksenken und eine Ibuprophen Schmerztablette helfen nicht. Ich bekomme endlich "richtiges" Schmerzmittel. Ein Cocktail aus Schlafmittel und starkem Schmerzmittel. 1/2 Stunde nach Einnahme kann ich endlich schlafen und erhole mich ein wenig.

Mittwoch, 28. März 2012

Stationär again

Mittwoch Morgen: Der Professor ist mit dem Zustand des Auges nicht zufrieden. Zwar scheint die Entzündung etwas Rückläufig zu sein aber das "neue" Transplantat löst sich wohl langsam auf...(!). Schuld ist vermutlich das offene Epithel. Im Bereich 7-10 Uhr deutet sich eine Spaltbildung an.

Schnell ist von einer erneuten Transplantation die Rede. Glücklicherweise habe ich meine Kliniktasche dabei. Ob nun wirklich neu transplantiert wird oder eine Amnion-Membran aufgenäht wird, entscheidet sich im Laufe des Tages. Schließlich muss geeignetes Material vorliegen.

Gegen Abend dann die Entscheidung: Erneute Transplantation unter Vollnarkose am morgigen Donnerstag. Es bleibt leider nichts anderes übrig.

Montag, 26. März 2012

Wieder instabiler

Das Wochenende scheint trotz aller Therapie dem Auge nicht gut bekommen zu sein. Am Sonntag verspürte ich vermehrt Schmerzen am linken Auge. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die "alte" Hornhaut trüber wird und die Verbandslinse nicht mehr richtig sitzt. Somit fiel am Abend die Entscheidung, früh gleich nach Erlangen zu fahren.

Dort dann die Ernüchterung: Die Verbandslinse saß tatsächlich schlecht auf dem Auge und unter der Linse hat sich im Bereich 7 Uhr ein Faden gelockert, den der Professor an der Spaltlampe gleich entfernt hat - ohne Betäubung.... Zudem diagnostizierte der Professor, dass das Epithel über die Hälfte des neuen Transplantats geöffnet sei und das Auge insgesamt einen starken Entzündungszustand aufweise. Retrocorneal seien auch wieder vermehrt Zellen zu sehen, was mein Gefühl der stärkeren Trübung bestätigt.

Die Therapie wurde heute folgendermaßen umgestellt: Keine Verbandslinse mehr. Kein Eigenserum mehr. Kein Floxal EDO mehr. Dafür 2x tägl. Ciclosporin Augentropfen, stündlich Hyabyak sowie Erhöhung der Kosrtinsondosis auf 80mg/Tag,

Sollte am Mittwoch bei der Visite keine Besserung eingetreten sein, muss ich wohl Ciclosporin in Tablettenform nehmen, um die Entzündung in den Griff zu bekommen.


Freitag, 23. März 2012

Ich melde mich ....

....einfach, wenn das Epithel zu geheilt ist. Ich weiss sonst nicht mehr, was ich schreiben soll :-).
Heute : offen. Tendenziell ist die Erosio wieder größer.....
DURCHHALTEN!

Mittwoch, 21. März 2012

Keine News

Heute wieder Vorstellung in Erlangen: Die Oberfläche ist noch immer offen. Zudem zeigt sich eine kleine instabile Stelle des Epithels bei 12 Uhr. Die Pflege wird nun intensiviert. 2-stündlich soll nun Eigenserum und Hyabak getropft getropft werden.
Am Freitag ist dann wieder Kontrolle bei meiner Augenärztin. Nach Erlangen soll ich erst am Freitag nächste Woche wieder.
Nachdem das rechte Auge wieder die volle Sehkraft hat, werde ich wohl ab der kommenden Woche wieder arbeiten gehen. Langsam wird's Zeit. Zu Hause fällt einem irgendwann die Decke auf den Kopf....

Mittwoch, 14. März 2012

Immer noch nicht...

Das Epithel ist noch immer geöffnet. Nach wie vor im unteren Bereich des neuen Transplantats ist die Oberfläche noch sichelförmig geöffnet. Im Vergleich zur letzten Untersuchung aber wieder ein kleiner Fortschritt.
Ich soll weiterhin einen geschlossenen Verband anlegen und die Pflege beibehalten. Nächste Woche Mittwoch soll ich wieder nach Erlangen. Dazwischen Kontrolluntesuchung bei meiner Augenärztin, um Infektionen oder Infiltrate frühzeitig zu erkennen.

Also: weiter viel Geduld.....

Für alle Blog-Leser habe ich mal eine kleines Hoffnungs-Video im Web gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=IAlwuZ3QyXM&feature=related

Außerdem mal ein aktuelles Bild von meinem linken Auge (ob es je wieder so klar wird wie auf dem Bild vom Post vom 04.12.2009 ?)


Donnerstag, 8. März 2012

Offen aber stabil

Kontrolluntersuchung in Erlangen. Trotz ständig geschlossenem Verband und Pflege ist das Epithel noch nicht vollständig geschlossen, es schließt sich aber trotzdem weiter. Zumindest geht es weiter aufwärts - wenn auch langsam.
Am kommenden Montag werde ich zur Kontrolle zu meiner Augenärztin und am Mittwoch nach Erlangen zur Kontrolle gehen. Hoffentlich ist dann wieder alles gut....:-)

Montag, 5. März 2012

Noch ein Faden

Nachdem ein anderer Oberarzt am Sonntag immer noch ein offenes Epithel attestierte, musste auch der Chefarzt heute die gleiche Diagnose stellen. Zudem hat sich ein Faden gelockert. Diesmal bei ca. 5 Uhr. Dies bewirkt, dass die neue Hornhaut sich in den Bereich leicht anhebt und die Epithelheilung behindert.

Kurzerhand wurde entschieden, dass noch heute Morgen ein Faden nachgelegt werden soll. Also wieder in den OP und wieder einmal Psychoterror mit örtlicher Betäubung...

Die beste Motivation des Tages war jedoch die Nachricht vom Professor, dass ich nach dem Einnähen des Fadens nach Hause gehen könne. Ich solle bis zur Kontrolluntersuchung am kommenden Donnerstag weiter ganztägig einen geschlossenen Verband tragen und 3x täglich Eigenserum, Floxal EDO und Hyabak tropfen. Kortison wurde auf 60mg und Aciclovir auf 5x400mg reduziert. Hoffentlich heilt das Epithel zu Hause weiter...

Nach 19 Tagen Augenklinik geht's also Heim. Endlich!!

Kurz zum rechten Auge: Hier sehen die Ärzte keine große Problematik mehr. In der Vorderkammer sind keine Zellen mehr zu sehen. Die Hornhaut jedoch tut sich schwer mit dem Aufklaren und ist noch etwas geschwollen. Hier soll weiterhin 2-stündlich Dexa EDO, OmniSorb und Hylocare getropft werden. Zudem zur Drucksenkung 2x TimOphthal. Das Auge braucht Zeit zum regenerieren. Hoffentlich wird es wieder. Sehen kann ich momentan ca. 50-60%. (links nur extrem schemenhaft....also fast nix)

Freitag, 2. März 2012

Täglich mehr

Bisher gibt es nichts Neues. Das Epithel wächst stetig weiter und schließt sich hoffentlich bald.
Heute, am Freitag, war nur noch eine sichelförmige sehr dünne Stelle am unteren "neuen" Transplantatrand offen. Hier ist das Problem, dass das neue Transplantat nicht 100% die gleiche Höhe aufweist, wie der umliegende Bereich. Diese Stufe behindert wohl die komplette Heilung etwas.

Ansonsten geht es dem Auge sehr gut und es erholt sich langsam von den ganzen Eingriffen. Sehen kann ich zwar nur schemenhaft, wird sich aber im laufe der Zeit ändern.

Meine Entlassung ist jetzt für kommenden Montag angesetzt, Das wären dann 2,5 Wochen in der Klinik, Viel mehr geht ehrlich gesagt im Moment nicht....


Dienstag, 28. Februar 2012

Epithelialisierung

Bis zur Morgendlichen Visite musste der geschlossene Verband auf dem Auge bleiben. Nach dessen Entfernung die erfreuliche Nachricht vom Professor: Die Vorderkammer ist stabil geblieben und das Auge dich. Zudem hat sich bereits über die Hälfte des neuen Transplantates die schützende Epithel-Schicht gebildet.

Es geht weiter mit dem geschlossenen Verband, da sich hier das Auge am besten zu regenerieren scheint. Beim Verbandswechsel gibt es dann nach wie vor Eigenserum, Hyabak und Floxal EDO ins Auge.Meine Hoffnung ist, dass morgen das Epithel geschlossen ist und ich nach ein paar weiteren Tagen der Gesamtstabilität zum oder am kommenden Wochenende endlich nach Hause darf.

Übrigens hat sich der Visus des rechten Auges von anfänglichen 16% wieder auf 50% erholt. Endlich ist hier auch ein Erfolg zu verzeichnen. Es braucht eben alles seine Zeit und damit brutal viel Geduld!

Montag, 27. Februar 2012

Die Vorderkammer

Am Montag Morgen extrem starke Schmerzen beim Berühren des Augapfels. Zum Glück ist heute Professor-Visite.
Nach Entnahme der Linse war der Professor überhaupt nicht zufrieden mit dem Zustand des Auges. Seines Erachtens entsteht durch einen Faden ein Docht-Effekt, der Kammerwasser aus der Vorderkammer nach Außen fördert. Jedenfalls konnte er nach dem Einfärben einen Fluß beobachten. Er entschied, den Faden zu entfernen. Dies geschah OHNE Narkose an der Spaltlampe....kein Kommentar....wo doch das Auge gerade so empfindlich ist! Weiterhin war die Vorderkammer durch den Flüssigkeitsverlust fast eingefallen. Es war also höchste Eisenbahn.

Anschließend bekam ich einen Druckverband und musste ruhen. Davor sollte Eigenserum, Hyabakund Floxal getropft werden. Nach 2 Tagen 150mg Kortison, wurden nun 125mg verordnet, Dazu 2x Diamox zur Druckregulierung. die 5x800mg Acicbleiben erhalten.

Bereits nach 2 Stunden erfolgte eine erste Kontrolle: Alles dicht und die Vorderkammer "steht" wieder. Super !!. Nur etwa eine Stunde später freute sich auch der Professor nach einem Kontrollblick über den Zustand. Jetzt heißt es erstmal wieder: Hoffen, dass alles stabil bleibt. Ich werde wohl noch ein paar Tage in der Klinik verbringen.

Sonntag, 26. Februar 2012

Tränen und Schmerz

Nachts begann das Auge kontinuierlich zu tränen und ein leichter Schmerz machte sich breit.

Ich ließ mich von der Dienstärztin, die zum Druckmessen um 21 Uhr kam anschauen, Sie konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen. Ich verbrachte eine schlechte Nacht mit Angst, dass das Auge "auslaufen" könnte.

Nach unendlich langen Stunden kam am Sonntag um 09.30 ein Oberarzt zur Untersuchung. Ohne die Linse zu entfernen attestierte er mir ein stabiles Auge. Die Transplantatränder scheinen dicht und komplikationslos. Der Tränenfluß rührt wohl von den Fäden und der Verbandslinse. Somit war ich erstmal beruhigt.

Im Verlauf des Sonntags wurden die Schmerzen etwas stärker. Die folgende Nacht war wieder katastrophal. Starker Tränenfluß und die dazugehörige Angst.

Samstag, 25. Februar 2012

Mehr Fäden

Am Samstag wurde die Kontaktlinse zur Kontrolle herausgenommen. Starker Fremdkörperschmerz im Auge. Das lag daran, dass das neue Transplantat an einer Stelle etwas hervorstand und störte. Da dies ausgerechnet im Bereich der dünnsten Stelle meiner eigenen Hornhaut war, entschied der Professor hier einen Faden nach zu legen um, das Transplantat besser zu fixieren. Die schlimmere Nachricht jedoch war die, dass sich mein eigenes Gewebe weiter auflösen würde....ein schrecklicher Gedanke!

30 Minuten später lag ich wieder im OP - Samstag wohlgemerkt, Unter örtlicher Betäubung mittels Gel wurden mit schließlich 8(!) zusätzliche Fäden eingenäht. Somit halten das Transplantat mit einem Durchmesser von ca. 6mm insgesamt 16 einzelne Fäden!! Eine äußerst respektable Leistung.

Der Rest des Tages bestand dann wieder aus Ruhe....Was soll man sonst hier machen ?!?!

Freitag, 24. Februar 2012

Lamelläre Keratoplastik

Schon früh um 7 Uhr war ich am Donnerstag Früh bereit für die OP. Aufgeregt komischerweise überhaupt nicht. Schließlich weiss ich ja mittlerweile, was auf mich zukommt. Ich war lediglich ungeduldig, vor allem, als ich um 12 Uhr immer noch in meinem Zimmer gelegen habe.
Um 12.30 Uhr war es dann endlich soweit. Ab in den OP. Ich muss sagen: Die Opiate waren wieder vom Allerfeinsten und haben mich kurz vor der Narkose richtig "high" gemacht.

OP ist planmäßig verlaufen und ich konnte mich den Rest des Tages erstmal von der Narkose erholen.

Die erste Nachuntersuchung am Freitag Morgen war auch positiv. Die Verbandslinse wurde nicht herausgenommen und der allgemeine Zustand des Auges als gut bewertet.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Perforation

Heute Morgen bei der Visite wurde nun der worst case festgestellt. Nachdem die Verbandskontaktlinse herausgenommen und das Auge eingefärbt wurde, musste der Oberarzt feststellen,dass sich die dünne Stelle der Hornhaut so weit reduziert hat, dass eine Perforation entstanden ist. Auf gut Deutsch: Das Auge ist offen und "läuft aus". Dies geschieht jedoch in extrem geringen Mengen.

Ein Glück, dass der Chefarzt ab heute Mittag wieder in der Klinik war. Er war bereits vorher über meinen Zustand informiert worden und hat mich gleich als ersten Patienten untersucht.

Morgen soll nun in dem dünnen Areal von ca. 4mm x 5mm eine lamelläre Keratoplastik erfolgen. Das heißt, dass in diesem Bereich die Hornhaut meines Auges zu 5/4 abgetragen und durch Spendermaterial ersetzt wird. Die Transplantatschicht wird dann in die umliegende Hornhaut eingenäht.

Interessanterweise ist das komplette Epithel am linken Auge - bis auf diese kleine Stelle- geschlossen. Laut Arzt sieht es wie ein Vulkankrater mit einem Kraterloch aus.

Jetzt heißt es wieder einmal: Daumen drücken für einen guten OP-Verlauf! Aber ich bin hier in den besten Händen und mache mir recht wenig Sorgen und bin auch rel. ruhig.

Der nächste Blog-Eintrag folgt nachdem ich wieder fit von der Narkose bin. Servus!

Dienstag, 21. Februar 2012

Stationär

Am Donnerstag sollte ich um 11 Uhr zur Untersuchung in Erlangen sein. Hier wurde auch von zwei Oberärzten die Notwendigkeit eines Aufenthaltes bestätigt. Für den Fall, dass die Hornhaut durch bräche, wurde für den folgenden Tag eine OP geplant, bei der der dünne Bereich sichelförmig ausgeschnitten und durch ein entsprechendes Transplantat ersetzt werden sollte. Eine heikle Operation.
Entwarnung gab es nach der Dickenmessung im kritischen Bereich der Hornhaut. Es wurde der gleiche Wert gemessen, wie bei einer Messung im April 2011. Durchatmen! Die Dicke ist also stabil geblieben - es fehlt "nur" das Epithel.
Zur Sicherheit wurde eine durchsichtige Verbandskontaktlinse aufgesetzt.Therapie: Stündlich Eigenserum, stündlich Hyabac. Rechts stündlich Dexa EDO und systemisch 80mg Decortin sowie 5x 800mg Aciclovir, da es sich wohl wieder um einen Herpes handelt...

Schon am Freitag hat sich sie Situation beruhigt. Die "Blase" auf der Hornhaut ist verschwunden und das Transplantat wird etwas klarer. Auch der Schmerz vom offenen Epithel wird weniger.Rechtes Auge unverändert-viele Zellen in der Vorderkammer und das Transplantat ist relativ trüb.

Übers Wochenende dann keine Veränderung. Das Epithel links heilt rasch mit Hilfe des Eigenserums. Rechts scheint es gaaanz langsam besser zu werden. Hier braucht das Auge sehr viel Pflege mit HyloCare und Hyabak, das die Oberfläche sehr rau ist. Die Kortison-Tropfen sind ja nicht gerade gut für das Epithel....

Am Montag wurde die Kontaktlinse erstmals wieder entfernt und das Auge eingefärbt. Bis auf einen kleinen Punkt ist die Oberfläche geschlossen. Super! Beim rechten Auge haben sich die Zellen reduziert und es wird objektiv besser. Subjektiv kann ich das leider noch nicht bestätigen. Das Schreiben der Blog-Einträge ist ein wahrer Blindflug....

Am Mittwoch kommt der Chefarzt wieder und ich kann mit der Entlassung rechnen. Warten, dass die rechte Hornhaut wieder aufklart kann ich auch zu Hause. Arbeiten wird in den nächsten Wochen eher schwierig.

Dienstag, 14. Februar 2012

Totale, dramatische Instabilität

Starke Lidrand-Entzündungen, schwankende Sehschärfe rechts und ein "komisches Gefühl" links bringen mich wieder zur Untersuchung nach Erlangen.
Die Sicht beim rechten Auge wird zudem immer mehr verschleiert, sodass das Arbeiten immer schwerer fällt. In Erlangen wurde zur Beruhigung der Entzündungen 100mg Kortison für 4 Tage verordnet. Zudem 2-stündlich Dexa EDO für das rechte Auge.
Nach 4 Tagen wurde ich bei meiner Augenärztin vorstellig. Da dann die Überraschung: Epithel links weit geöffnet und die berühmte Stelle bei 1 Uhr sah aus, als ob die Hornhaut durchbrechen würde. Zudem hat sich eine Art Blase auf der Hornhaut gebildet. Ich sollte sofort nach Erlangen. Das rechte Auge wurde immer trüber - eine Abstoßungsreaktion, die aber wohl rechtzeitig mit der Kortisongabe aufgefangen wurde...
Was ist nun los? Es wird jetzt sehr dramatisch - zudem der Professor noch eine Woche im Ausland ist. Das passt ja mal wieder!!

Sonntag, 15. Januar 2012

Neues Jahr - Neues Glück ?!

Das linke Auge bleibt stabil - Was ist aber mit dem rechten Auge los? Die Sehschärfe ändert sich täglich und die Brille erfüllt manchmal ihren Zweck nicht. Zudem ist der Augendruck mit 22mmHg wieder einmal recht hoch. TimoEDO hilft nicht und so muss Taflotan her. Der Druck sinkt rasch auf Normalwert. Allerdings scheint dies auch Auswirkung auf die Sehschärfe zu haben...
Ich entschloss mich kurzerhand für eine Messung beim Optiker meines Vertrauens. Es wurde eine Differenz von Sage und Schreibe 2,5 Dioptrien festgestellt. Unglaublich. Untersuchungen in Erlangen sowie bei meiner Augeärztin führen zu keinem Ergebnis.
Nach etwa 2 Wochen Stabilität bei der Sehschärfe, bestellte ich das neue Brillenglas. Als dies nach ca. 1 Woche eintraf, war es mehr als peinlich beim Optiker anzutreten und ihm mitzuteilen, dass sich die "alte" Sehschärfe wieder eingestellt hat. Nachmessungen haben dies dann bestätigt und ich musste das neue Brillenglas nicht bezahlen...

Donnerstag, 15. Dezember 2011

2011 - Am Ende doch nicht so ruhig

Bei der einen Kortison-Injektion im September soll es nicht geblieben sein. Da erneut eine heftige Abstoßungsreaktion erkannt wurde, musste die Prozedur im November wiederholt werden. Diesmal jedoch mit mehr Erfolg. Nach einem erfolgreichen stationären Aufenthalt durfte ich wieder nach Hause.

Das linke Auge bleibt anschließend stabil und ruhig. Einzig die Endothelzellen scheinen nicht mehr richtig funktionieren zu wollen. Die Hornhaut bleibt trüb.

Mit OmniSorb-Augentropfen kann durch das Osmose-Prinzip temporär etwas Wasser aus der Hornhaut gebracht werden, um Einlagerungen zu vermeiden. Dies wird wohl für die nächste Zeit so bleiben, solange das Auge an sich ruhig bleibt.

Dienstag, 20. September 2011

Guter Verlauf

Der Druck blieb am Freitag und auch am Samstag früh stabil zwischen 16mmHG und 20mmHG. Ich hatte keinerlei Schmerzen oder Probleme. Auch das Epithel bleibt stabil. Somit konte ich am Samstag den Heimweg antreten und das Wochenende zu hause genießen.

Das einzige "Problem" ist die Sicht. Aufgrund des milchigen, kristallinen Präparates in der Vorderkammer ist die Sicht gleich Null und das Auge sieht aus wie das eines Alien:-). Das Medikament wird in den nächsten Tagen resorbiert und nach und nach wird das Auge wieder seine ursprüngliche Farbe bekommen.

Bereits am Sonntag konnte ich das Decortin komplett absetzen. Die Therapie nach dem Kontrollebesuch am Montag Morgen: 2x tägl. TimoEDO zur Drucksenkung und 2-stündl. Hylo Care zur Pflege.

Daumen drücken, dass die Transplantatreaktion gestoppt werden konnte !!

Freitag, 16. September 2011

Erfahrung

Stationäre Aufnahme am 15.09.2011. Nach der Voruntersuchung stand noch immer fest, dass die Injektion erfolgen soll - natürlich nur unter lokaler Betäubung, da es "nur eine kleine Sache ist".

Gegen Mittag war ich dann endlich dran und verbrachte 2 nervenzerreibende Stunden im OP. Nach einer Spülung der Vorderkammer wurden nacheinander verschiedene Medikamente über eine Kanüle injiziert. Zum Schluß das kristalline Kortison-Präparat Triamcinolon. Nachdem alles vorbei war, musste ich noch im OP liegen bleiben, damit sich das Medikament homogen in der Vorderkammer verteilt. Ein abschließender Kontrollblick vom Professor bestätigte, dass alles ok war.

2 Stunden "Rückenliegen" wurden nun verordnet. Abends gab es noch eine Druckmessung und eine Kontrolluntersuchung. Alles perfekt. Druck 20mmHg und das Auge ist stabil. Einzig die Sicht ist "weg", da man durch die milchige Flüssigkeit nicht hindurchsehen kann. Im Spiegel sehe ich aus wie ein Alien...das komplette Auge ist weiß.

Nach und nach wird nun das Medikament resorbiert. Die Untersuchung am Freitag zeigte weiterhin Stabilität, sodass mein Entlassungstermin auf Samstag festgelegt wurde.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Hornhaut mit dieser hohen Kortisondosis gerettet werden und eine weitere Transplantation abgewendet werden kann.

Therapie: Decortin 50mg, keine lokale Kortison-Augentropfen, Timo EDO zur Drucksenkung, Hylo Care zur Pflege.

Abstoßungsreaktion

Seit dem 30.08. trübt sich die Hornhaut am linken Auge täglich etwas mehr ein. Logischerweise geht's jetzt schnellstens nach Erlangen. Am 02.09. war ich gleich dort.
Hier wurde eine angehende Abstoßungsreaktion diagnostiziert. Die 2 Tropfen Dexa-EDO sind jetzt nicht mehr ausreichend. Ich soll nun stündlich tropfen.

Am 06.09. musste der Professor feststellen, dass leider keine Besserung eingetreten ist. Es soll bis Freitag, 09.09. erst einmal so weiter gehen, da zunächst keine große Gefahr besteht.

Am 09.09. zeichnete sich schließlich deutlich die Khodadoust Linie ab und das Transplantat war bis zur Hälfte von 2 Uhr ausgehend trüb. Die Endothelzellen verrichten also ihre "Arbeit" nicht mehr. Deshalb wurden 250mg Kortison IV gegeben. Am Wochenende sollte ich täglich 125mg Decortin einnehmen. Dexa-EDO wurde durch die viel stärkeren Kortison-Augentropfen Inflanefran ersetzt. Auch wenn das Epithel nun gefährdet wird, braucht die Hornhaut starkes Kortison. Sollte die Reaktion am kommenden Montag nicht stagnieren oder rückläufig sein, Wird die stärkste Waffe gezogen: Eine Kortisoninjektion in die Vorderkammer. Deshalb soll ich nach dem Wochenende mit Gepäck für einen kurzen stationären Aufenthalt kommen

Am Montag, 12.09. dann erst einmal kleine Entwarnung. Es ist zumindest nicht schlechter geworden. Decortin wird auf 1oomg reduziert; die Tropftherapie bleibt gleich. Das Epithel ist stabil. Nächste Vorstellung Mittwoch, 14.09.

Am 14.09. dann die Ernüchterung. Keine Verbesserung. Ich soll am Donnerstag sttionär bleiben, um die Injektion in die Vorderkammer zu bekommenj.

Samstag, 20. August 2011

Auf Holz klopfen !!

Lange keinen Post mehr geschrieben.....ein gutes Zeichen. Seit Monaten sind beide Augen brav und lassen mich mein Leben genießen. Täglich 2 Tropfen Dexa-EDO in beide Augen sowie Hornhautpflege ist derzeit die richtige Therapie. Nehme derzeit weder Aciclovir noch Immunsuppressiva ein.

Drückt mir die Daumen, dass es so weitergeht,

Einzig der Druck im rechten Auge scheint unter dem Kortison immer ein wenig zu steigen, sodass ich TimoEDO zur Drucksenkung tropfen muss. Bemerkbar macht sich der höhere Druck durch leichte Trübung der Hornhaut. Evtl. muss da noch mal gelasert werden.


Schönen Sommer noch !!

Dienstag, 17. Mai 2011

Feedback / Kommentare

Liebe Blog-Leser,

ich würde mich mal wieder über euer Feedback oder Kommentare freuen.
Bitte nutzt den Link "Kommentare" unter den Posts, um selbst etwas schreiben zu können.

Gruß,
Michael

Dienstag, 3. Mai 2011

Ruhig und stabil

Wenn ich lange nicht schreibe, dann passiert in der Regel auch nicht viel :-)

Ich kann glücklicherweise vermelden, dass beide Augen gesundheitlich sehr stabil sind. Bei der letzten Kontrolle in Erlangen am 29.04.2011 waren alle Ärzte sehr zufrieden. Die damals noch sehr stark ausgeprägten Blutgefäße bei 12 Uhr haben sich dank des Avastins fast vollständig zurückentwickelt. Die Hornhaut ist klar und der Visus wie vor der Abstoßungsreaktion im November 2010.

Beim letzten Besuch in Erlangen wurde auch mit zwei verschiedenen Verfahren die Dicke der Hornhaut an der betreffenden Stelle (ehemaliges Ödem) vermessen.

Zur Therapie:
5mg Decortin, 400mg Aciclovir (Prophylaxe), 2x/Tag Dexa EDO AT (Kortison-Augentropfen), 3-4x/Tag HyloCare Hornhautpflege

Cyclosporin (Sandimmun) habe ich abgesetzt, da ich es wegen heftiger Nebenwirkungen sehr schlecht vertragen habe. Zudem wurde in meiner Nasennebenhöhle ein "Gewächs" gefunden, was allem Anschein nach ein Schleimhautpolyp ist. Sicher ist sich da aber (noch) keiner. Da Cyclosporin solchen Sachen nicht gerade entgegen wirkt, ist ein Absetzen meines Erachtens also doppelt sinnvoll.

Donnerstag, 10. März 2011

Überstanden ! (?)

Die geplante Untersuchung musste ich von Mittwoch auf Freitag, den 04.03. verschieben. Hier konnte der Professor lediglich einen kleinen Punkt erkennen, der sich anfärben ließ. Ansonsten ging es dem Auge sehr gut. Von der Klinik bekam ich Avastin mit nach Hause.
Am Montag, den 07.03. soll ich einen Tropfen Avastin ins Auge geben (anschließend alle 2 Tage ein Tropfen), allerdings nur, nachdem meine Augenärztin ein stabiles und geschlossenes Epithel bestätigt hat. Dies war glücklicherweise der Fall. Neben dem geschlossenen Epithel konnte die Augenärztin feststellen, dass sich die Blutgefäße verkleinern und die Tendenz haben, sich zurück zu ziehen.

Am 10.03. erneut Visite in Erlangen. Der Professor ist sehr zufrieden und spricht sogar davon, dass die "Geschichte" nun überstanden sei. Mit der weiteren Gabe von Avastin alle 2 Tage sowie täglich ein Tropfen Kortison versuchen wir nun, die Blutgefäße ganz aus der Hornhaut zu drängen. Decortin wurde heute auf 10mg/Tag reduziert.

Bevor ich die Klinik verlassen durfte, fand noch eine Hornhaut-Dicken-Messung statt. Hier wurde mit 2 Geraten und somit 2 unterschiedlichen Meßmethoden die Hornhautdicke im betroffenen Bereich gemessen. Da Avastin evtl. die Hornhautdicke negativ beeinflussen kann, soll hier regelmäßig nachgemessen werden. Schließlich hat die Hornhaut im Bereich des Ödems "Federn gelassen" und ist nur etwa halb so dick wie die übrige Cornea.

Freitag, 25. Februar 2011

Endlich Kortison

Nach einer Woche Dienstreise ins Ausland, der der Professor nur ungern zustimmte, war ich heute zur Untersuchung in Erlangen. Das Ödem klar weiter auf und das Epithel ist stabil geschlossen. Ein sehr zufriedenstellender Zustand. Der Professor ordnet nun endlich EINEN Tropfen Kortison (Dexa EDO) pro Tag an. Am Montag soll ich dann bei meiner Augenärztin zur Kontrolle. Sollte es weiter stabil bleiben, wird am Montag dann auf 2x/Tag Dexa EDO erhöht. Meine nächste Kontrolluntersuchung findet dann am kommenden Mittwoch in Erlangen statt. Hier soll ich dann Avastin-Augentropfen bekommen, um die Blutgefäße in der Hornhaut zurück zu drängen.

- Infos zum Einsatz von Avastin-Augentropfen hier: http://www.dog2008.org/528_d.html
- Weitere Infos zu Avastin allgemein hier: http://www.medknowledge.de/neu/2003/II-2003-26-bevacizumab-p.htm
- Infos zum Wirkstoff Bevacizumab hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bevacizumab

Mittwoch, 23. Februar 2011

Jetzt aber

Es sind wieder einige Wochen vergangen seit dem letzten Eintrag. Diese waren geprägt von Freude über ein geschlossenes und Frust über erneute Erosia. Den Lesern des Blogs wollte ich Dauereinträge wie "wieder geschlossen" und "erneute Erosio" ersparen.

Zusammenfassend kann ich nun folgendes berichten:

Seit 17.02. ist das Epithel geschlossen. In Erlangen habe ich frisches Eigenserum bekommen, welches zur Stabilität beiträgt. Mittlerweile wurde die Kortisondosis bis auf 40mg/Tag reduziert, da der Gesamtzustand des Auges recht gut ist. Da sich zwischenzeitlich bei einer Untersuchung bei meiner Augenärztin am Rande der Erosio Dentrit-ähnliche Verästelungen gezeigt haben, erhöhten wir die Aciclovir-Dosis auf 5x400mg/Tag - mit Erfolg! Zusätzlich gebe ich seit ca. 1 Woche 2xtägl. und zur Nacht Regepithel Augensalbe ins Auge. Dies hilft gut gegen Trockenheit - v.a. nachts.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass bald Kortison getropft werden kann, denn die eingesprossenen Blutgefässe in der Hornhaut sind recht kräftig und lassen sich damit evtl. zurückdrängen. Außerdem wird dadurch das Aufklaren der Hornhaut (Ödem) beschleunigt
.

Dienstag, 1. Februar 2011

Verlauf einer Woche

Im Verlauf der Woche traten immer wieder leichte Schmerzen auf. Vor allem nach dem Tropfen von Ciclosporin Augentropfen. Dem Epithel scheinen diese Tropfen nicht sehr gut zu tun.

Freitag, 28.01.11 - Erlangen:
Das Epithel ist über dem Ödem keilförmig geöffnet. Zwar nur sehr klein, aber es ist offen... Der Oberarzt klärt mich auf, dass mittelfristig darüber nachgedacht werden muss, hier eine Amnionmembran aufzunähen (siehe Blog-Eintrag:
Amnion-Membran), sollte sich der Zustand nicht bald stabilisieren und das Epithel konstant geschlossen bleiben. Therapie unverändert. TFT-Augentropfen auf 5x/Tag erhöht.

Über das Wochenende beruhigt sich das Auge und ich verspüre keine Schmerzen mehr. Es scheint wieder zugeheilt zu sein.

Montag, 31.01.11 - Augenärztin:
Das Epithel ist geschlossen und weist "lediglich" kleine, punktförmige Unregelmäßigkeiten auf - ähnlich einer Keratitis superficialis punctata (mehr Infos: k
lick hier). Das Auge ist zudem recht trocken.

Am Mittwoch früh werde ich wieder beim Chefarzt in Erlangen vorstellig. Hoffentlich bleibt's stabil und geschlossen!!

Montag, 24. Januar 2011

Epithel geschlossen

Endlich hat sich das intensive Pflegen gelohnt. Der Chefarzt konnte heute auf ein geschlossenes Epithel blicken. Was für eine Erleichterung!!

Ich bin heute mit Kliniktasche angereist, da ich mit einem stationären Aufenthalt im Falle eines noch offenen Epithels gerechnet habe. Glücklicherweise kann ich sie heute Abend wieder auspacken.

Die Tropftherapie geht bis zur nächsten Vorstellung am Freitag unverändert weiter. Decortin wird ENDLICH von 100mg auf 80mg reduziert.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Immer noch nicht zu

Es wird langsam nervtötend .... aber immerhin wieder "ein wenig besser". Erosio nun kreuzförmig, aber kleiner als am Montag.

Hier ein paar interessante Infos (auf Englisch) zu Epithel-Erosio bzw. Rezidivierende Erosio:

http://en.wikipedia.org/wiki/Recurrent_corneal_erosion

Montag, 17. Januar 2011

Kleiner....

...aber noch nicht geschlossen. Montag morgen 07.30Uhr Erlangen. Die Erosio ist "nur" noch 1,3mmx0,5mm groß und vertikal angeordnet.
Am Mittwoch soll es geschlossen sein, sonst müsse ich evtl. nochmals ein paar Tage stationär bleiben. Eine Kontaktlinse soll dann die Heilung beschleunigen (etwa wieder eine Illig-Schale mit Amnion-Membran -> Siehe Blog-Eintrag vom 19.12.2008 ?).
Vorerst sieht es jedoch besser aus und ich habe wieder ein wenig Hoffnung.

Therapie: Tabletten unverändert; Tropfen: unverändert bis auf TFT -> 2x/Tag.

Freitag, 14. Januar 2011

Schon wieder Erosio

Das Auge bzw. das Epithel hat die Kortison-Augentropfen wohl nicht vertragen. Das Epithel ist wieder 1,5mm x 1mm geöffnet.
Am Wochenende soll deshalb wieder ein geschlossener Verband das Auge schützen. Langsam aber sicher wird es mit der Geduld schwierig. Vor allem die Nebenwirkungen vom Kortison (weiterhin 100mg/Tag) sind so schlimm.

Therapie:
3x Floxal EDO
3x Eigenserum
3x HyloCare
3x TFT
2x Ciclosporin

Dienstag, 11. Januar 2011

Stabil

Die Oberfläche ist auch bei der Untersuchung durch den Professor geschlossen - wenn auch relativ rau. Die Spuren des Herpes (Dentrit) sind kaum mehr zu sehen - ebenso wenig die Khodadoust-Linie der Abstoßungsreaktion. Der Chefarzt ist auch mit der reizfreien Vorderkammer zufrieden und ordnet das Tropfen eines Kortison-Augentropfens täglich zur ansonsten unveränderten Therapie an. Damit soll das noch bestehende Ödem und die stärker gewordenen Blutgefäße zurückgedrängt werden.

Die rel. hohe Medikamentendosis (100mg Decortin/Tag) soll zumindest bis Freitag beibehalten werden.

Mein Auge hat die ersten Kortisontropfen (Montag und Dienstag) gut vertragen.

Am Freitag ist wieder Kontrolle in Erlangen.

Freitag, 7. Januar 2011

Endlich geschlossen

Bei der Untersuchung heute früh konnten nur noch nicht mehr messbare "Pünktchen" festgestellt werden, die den Farbstoff angenommen haben. Die Oberfläche ist praktisch geschlossen. Jetzt muss erstmal wieder Stabilität her. Somit soll fleißig weitergepflegt werden.

An Kortison-Augentropfen ist erstmal nicht zu denken. Das Epithel soll sich bis Montag erstmal erholen und regenerieren.

Am Montag sieht mich der Chefarzt nach seinem Weihnachtsurlaub wieder. Hoffentlich kann bei geschlossenem Epithel die Tablettengabe reduziert und das benötigte Kortison ins Auge getropft werden.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Es tut sich was

Montag, 03.01.2011 Erlangen:
Die Erosio nimmt eine andre Form an und ist nun leicht länglich (vertikal) in Richtung des Dentrits (Herpes).

Dienstag, 04.01.2011 Augenärztin:
Die Öffnung des Epithels hat sich wieder verändert. 2,7 x 1,0mm und noch immer in Richtung Dentrit. Es scheint sich zu schließen. Jedenfalls "tut sich was". Leichter Optimismus.

Mittwoch, 05.01.2011 Erlangen:
Heute "nur" noch 2,1 x 1,0mm. Der Herpes ist kaum mehr sichtbar. Eigenserum soll intensiver getropft werden. Ansonsten bleibt die Therapie gleich.

Donnerstag, 06.01.2011 zu Hause:
Es fühlt sich an, als ob das Epithel geschlossen ist. Hoffentlich bewahrheitet sich die Annahme morgen früh bei der Untersuchung bei meiner Augenärztin. Die Tabletten-Therapie (Kortison, Ciclosporin, Aciclovir) macht mich körperlich langsam fertig. Seit ca. 1 Monat muss ich nun die starken Medikamente schlucken. Die Nebenwirkungen (Magen- und Nierenschmerzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Unruhe)jedenfalls sind heftig.

Montag, 3. Januar 2011

Geschlossen / offen

Im Folgenden werde ich aufgrund der vielen Untersuchungen und Probleme nur stichpunktartig berichten.

25.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Bei absolutem Schneechaos nach Erlangen gefahren. Das Epithel ist geschlossen. Die Therapie wird beibehalten. Die Weihnachtsgans schmeckt heute bestimmt!!

26.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Das Epithel ist punktförmig geöffnet. Eigentlich nicht schlimm. Weiterhin geschlossener Verband. Therapie unverändert.

28.12.2o1o Kontroll-Untersuchung bei meiner Augenärztin: Das Epithel ist wieder weiter offen. Den offensichtlichen Herpes(Dentrit) soll ich mit Viropos Augensalbe behandeln. Leider ist diese Salbe Epitheltoxisch, d.h. die Gefahr einer größeren Erosio besteht.

29.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Das Epithel ist nun rel. weit geöffnet (2,5 x 2,5mm). Viropos soll nicht mehr genommen werden. Laut Ärzten handelt es sich nicht um Herpes. Die angesprochene Figur wird von den Ärzten wohl schon länger beobachtet.

31.12.2010 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Epithel immer noch offen. Ca. 2,1mm x 1,9mm. Die bisherige Antibiotika-Therapie wird auf Floxal EDO umgestellt, um dem Epithel etwas Entspannung zu bieten.

01.01.2011 Kontroll-Untersuchung in Erlangen: Epithel unverändert. Tolle Sache, an Neujahr um 08:00Uhr in Erlangen sein zu müssen :-(

03.01.2011 Kontroll-Untersuchung in Erlangen:: Epithel-Defekt etwas kleiner. "Nur" noch 1,7 x 1,7mm. Das Auge ist weiterhin reizfrei. Der schon am 31.12.2010 vermutete Herpes (Dentritica) wird nun mit Triflumann AT bekämpft. Ansonsten bleibt die Therapie unverändert. Ich möchte nun auch ein paar Tage auf einen geschlossenen Verband verzichten. Nach fast 2 Wochen tut das richtig gut.

Freitag, 24. Dezember 2010

Fronturlaub

Visite am Morgen: Das Epithel ist immer noch ein wenig offen aber der Gesamtzustand des Auges wieder besser. Von gestern auf heute hat es sich wiederum verbessert. Der Professor lässt mich aufgrund des stabilen Befundes Weihnachten zu Hause feiern. Der geschlossene Verband sowie die Therapie müssen natürlich beibehalten werden. Morgen um 09:00 Uhr früh soll ich bei der Visite anwesend sein (der Professor, der mich gestern angeschaut hat wird mich dann untersuchen). Dann entscheidet sich, ob ich weiter stationär bleiben muss (wenn das Epithel noch offen ist) oder Weihnachten komplett zu Hause feiern darf. Derzeit sieht es nach Weihnachten in den eigenen vier Wänden aus.
Auch wenn das Epithel geschlossen ist, sollen bis Montag keine Kortison-Augentropfen getropft werden, um die Stabilität des Epithels nicht zu gefährden.


Therapie: Decortin 100mg/Tag, Cyclosporin 2x 150mg/Tag, Cyclosporin AT 3x/Tag, Eigenserum und Antibiotika unverändert

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Geburtstag

Wer feiert schon gerne seinen Geburtstag in einer Klinik? Ich jedenfalls nicht. Dazu kommt noch, dass ich der letzte Patient auf der A61 (die sich wegen Umbaumaßnahmen im 2. OG) befindet) umziehen muss. Im 2. Stock soll auch gebaut werden und ich werde in die A62 - meine "Lieblingsstation" verfrachtet. Ein Einzelzimmer mit 2 Betten. Also ein Zimmer mit Doppelbett. Ganz toll. Glücklicherweise bin ich alleine, da die allgemeine Belegung der Klinik in der Weihnachtszeit sehr dünn ist.


Weihnachten......in der Klinik? Lieber nicht. Bei der morgendlichen Visite spricht der Professor die Möglichkeit an, dass ich am 24.12. zum hl. Abend die Klinik verlassen darf, sofern das Auge stabil bleibt. Ob es dann am 25.12. ambulant oder stationär weitergeht, wird kurzfristig, also am 24. entschieden. Der Chefarzt jedenfalls ist vom 25.-27.12. nicht im Land. Ein Vertretungs-Professor hat mich deshalb heute auch angeschaut, um einen Vergleich ziehen zu können, wenn er mich an den Feiertagen untersuchen wird.


Dem Auge selbst geht es heute rel. gut. Der Reizzustand hat weiter abgenommen und die Khodadoust-Linie ist wieder kaum noch zu erkennen. Auch die Zellenzahl in der Vorderkammer hat sich merklich reduziert. Die hohe Kortisondosis trägt hier wohl ihren Teil dazu bei, Das Epithel ist nur noch 0.8x1.0mm geöffnet. Wenn es ganz geschlossen ist, wird vorsichtig mit Kortison-AT begonnen, um den Reizzustand weiter zu reduzieren.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Erste Erfolge

Sowohl gestern, als auch heute hat sich das Epithel weiter geschlossen. Der Reizzustand in der Vorderkammer hat sich ebenfalls reduziert. Die Therapie schlägt an und die größte Gefahr - der Verlust des Transplantats ist wohl gebannt. Die Tatsache, dass der Heilungsprozess bei geschlossenem Verband schneller von statten geht, beschert mir ein dauerhaft zugeklebtes Auge. Was soll's...

Montag, 20. Dezember 2010

Infiltrat - Sofort in die Klinik

Bei der Untersuchung wurde ein Infiltrat beim ürsprünglichen Ödem bei 1-2 Uhr festgestellt. Zudem sprießen von oben Gefäße ein und um Allem noch die Krone aufzusetzen, ist das Epithel tatsächlich über dem Infiltrat geöffnet. Für das Transplantat, das eigentlich dringend Kortison-Augentropfen benötigt, sieht es kritisch aus. Wieder einmal ein Fall für Erlangen. Ein stationärer Aufenthalt ist unvermeidlich - und das in der Weihnachtszeit. Sch...


Noch am gleichen Morgen bin ich Dank der Unterstützung meiner Familie beim Professor "an der Lampe". Es gilt nun vorerst die Erosion, also den Epitheldefekt in den Griff zu bekommen und mit systemischen, hohen Kortisondosen die Abstoßung wieder in den Griff zu bekommen. In der Vorderkammer sind viele Zellen zu sehen, die auf einen starken Reiz des Auges hindeuten.


Therapie: 125mg Decortin, 150mg Cyclosporin (Immunsupressiva), 2x800mg Aciclovir, 5x täglich Eigenserum, 2 Stündlich HyloCare, Antibiotika-AT (Cefazolin-AT, Tobramycin-AT) im halbstündlichen Wechsel.

Samstag, 18. Dezember 2010

Schmerzen über Nacht

Noch am Donnerstag bei der Kontrolluntersuchung in Erlangen war alles positiv. Die Abstoßungsreaktion konnte weiter zurückgedrängt werden. Die Kortisondosis wurde auf 60mg/Tag Decortin sowie 2-stündlich Inflanefran Augentropfen reduziert.
Am Samstag Morgen plötzlich ziehende Schmerzen. Die Hornhaut ist rel. stark getrübt und im Spiegel ist an der Stelle des Ödems eine kreisrunde "Blase" zu sehen.Meine Augenärztin rät, die Kortisondosis wieder auf 80mg zu erhöhen und Hornhautpflege zu betreiben. Im weiteren Verlauf stellten sich Schmerzen, wie bei einem offenen Epithel ein. Also über dem Auge zum Kopf hin ziehend.
Daraufhin habe ich die Kortison-Augentropfen abgesetzt, da Kortison bei offenem Epithel zum einschmelzen der Hornhaut führen kann. Aus Angst, es könnte sich noch um einen Herpes handeln, habe ich zusätzlich 2x800mg Aciclovir eingenommen. Am Montag soll ich früh sofort zur Untersuchung kommen. Was ist jetzt bloß los?

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ödem am Morgen

Die Präzipitate, also die Ablagerungen am Endothel, haben sich fast völlig aufgelöst. Gestern Abend war auch das Ödem (Aufschwemmung der Hornhaut durch nicht abgepumptes Zellwasser) fast vollständig verschwunden. So könnte meineÄrztin die beschriebene Khodadoust-Linie wieder sehen (gestern früh war sie offensichtlich durch das Ödem verdeckt)

Leider ist dies Morgens nicht der Fall. Hier merke ich noch deutlich, dass das Endothel bei 3 Uhr (noch) nicht richtig arbeitet. Die Hornhaut ist an dieser Stelle trüb und es dauert bis Mittag, bis es aufklart. Leichte Schmerzen inklusive.
Hoffentlich ist die Diagnose morgen in Erlangen positiver Art und es geht (wenn auch sehr langsam) weiter aufwärts. Rein gefühlsmäßig stagniert es eher.

Therapie derzeit: Stündlich Inflanefran Forte AT, 60mg Decortin.

Freitag, 10. Dezember 2010

Khodadoust Linie

Untersuchung am Freitag in Erlangen.
Es scheint sich langsam zu stabilisieren und die Abstoßungsreaktion ist wohl weiterhin im Griff. Am Wochenende soll ich noch jeweils 100mg Decortin/Tag einnehmen. Ab Montag dann 80mg/Tag.

Bei der Untersuchung am Montag konnte meine Augenärztin die sog. Khodadoust-Linie kaum noch erkennen. Allerdings war die Hornhaut etwas geschwollen. Ein Zeichen, dass das Epithel einen leichten Defekt hat und derzeit ihrer Pumpfunktion nicht einwandfrei nachkommt. Somit verbleibt früh vermehrt Wasser in der Hornhaut.

Auszug aus:
Antrittsvorlesung am 22.02.1999 zum Abschluß des Habilitationsverfahrens
von OA PD Dr. med. Berthold Seitz
Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg

http://www.onjoph.com/english/artikel/hhtrans-body.html

Khodadoust Linie:
"Sie besteht aus diesen kleinen braunen Pünktchen, das sind Anhäufungen von zytotoxischen T-Lymphozyten. Diese Linie wandert, wenn sie nicht rechtzeitig mit lokalen und systemischen Steroiden hochdosiert behandelt wird, von einem Transplantatrand zum gegenüberliegenden und hinterläßt dabei ein steppenbrandartiges Areal der Verwüstung des Endothels mit entsprechender Hornhaut-Dekompensation, weil diese nicht mehr aktiv freigepumpt werden kann. Wenn wir aber rechtzeitig mit lokalen und systemischen Kortikosteroiden einsteigen, läßt sich dieser Befund in 70 - 80 % reversibel gestalten."